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Familie aus Bayern hält kurioses Haustier: Spatz Jacky war sogar mit im Urlaub

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Von: Jennifer Battaglia

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Seit über zwei Jahren ist Spatz Jacky ein Familienmitglied der Maluschs aus Weilheim. Im Bild (v.l.): Lubov, Artöm, Georg und Timur Malusch.
Seit über zwei Jahren ist Spatz Jacky ein Familienmitglied der Maluschs aus Weilheim. Im Bild (v.l.): Lubov, Artöm, Georg und Timur Malusch. © EMANUEL GRONAU

Seit über zwei Jahren lebt Spatz „Jacky“ bei der Weilheimer Familie Malusch, schläft in ihrem Schlafzimmer und begleitet sie sogar auf Ausflüge oder Reisen – kürzlich erst in den Sommerurlaub nach Kroatien.

Weilheim – An der Lampe über dem Bett von Lubov (40) und Georg Malusch (39) hängen allerlei Stofffetzen und Serviettenstückchen. Auf den ersten Blick scheint das Leuchtmittel zur Kunstinstallation umfunktioniert worden zu sein. „Das waren nicht wir“, sagt Georg Malusch lachend und schüttelt den Kopf. „Das hat unser Jacky gemacht.“

Spatz Jacky: Liebevoll wurde der kleine Vogel von der Familie aufgepäppelt

Jacky ist ein Spatz und das Haustier der Familie. Munter flattert der kleine Vogel durch die Wohnung, lässt sich immer mal wieder auf einem Arm oder einer Schulter nieder und tschilpt dabei unermüdlich. Als die beiden Brüder Timur (12) und Artöm (10) nach Hause kommen, fliegt er sofort zu ihnen. „Er spielt gerne“, sagt Georg Malusch.

Seine „Mama“ Lubov hat der Piepmatz besonders gern.
Seine „Mama“ Lubov hat der Piepmatz besonders gern. © EMANUEL GRONAU

Schon seit über zwei Jahren lebt der kleine Vogel bei der vierköpfigen Familie in Weilheim. Gefunden hatte sie ihn in der Nähe von Schwabach (Mittelfranken). Halbtot lag das Vogelküken damals auf einem Stromkasten, wahrscheinlich war Jacky aus seinem Nest gefallen. Als die Maluschs merkten, dass der Vogel noch lebt, haben sie ihn kurzerhand mitgenommen und liebevoll aufgepäppelt. Mit Hilfe einer Pinzette wurde der Jungvogel gefüttert. „Beim ersten Mal mussten wir ihm sogar den Schnabel aufmachen“, erinnert sich Lubov Malusch. Sie wird zu Jackys Ersatzmama.

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Spatz Jacky: Der Kroatien-Urlaub hat ihm gut gefallen

Der Spatz ist mittlerweile ein voll integriertes Familienmitglied. Er begleitet die Maluschs sogar auf Ausflügen oder längeren Reisen. Erst kürzlich war die Familie samt dem Spatzen im Sommerurlaub in Kroatien. „Das hat gut geklappt“, sagt Familienvater Georg Malusch. Gereist wurde mit dem Auto, vor Ort hatte man eine Ferienwohnung gemietet. Immer vormittags ging es dann mit dem Vogel an die frische Luft. „Am Meer waren wir aber nicht mit ihm. Da sind zu viele Menschen.“

Unter freiem Himmel setzt sich der kleine Piepmatz meistens auf die Schulter seiner „Eltern“ oder lässt sich von ihnen in der Hand tragen. So nicht nur in Kroatien, sondern auch bei zahlreichen Bergtouren in Deutschland, die die Familie regelmäßig gemeinsam mit dem Haussperling unternimmt.

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Und wohin sie auch kommen – die Maluschs sind mit Jacky stets eine Attraktion. „Die Menschen meinen immer, wir hätten den Vogel gerade erst gefunden“, erklärt Georg Malusch. „Wenn sie dann erfahren, dass er unser Haustier ist, sind sie ganz begeistert.“ Denn alltäglich ist das nicht, ein Spatz als Haustier. Wenn Jacky nach den Bergtouren wieder nach Hause möchte, flattert er in Richtung Auto und setzt sich demonstrativ auf den Lenker. „Das ist dann das Zeichen, dass es ihm reicht.“

Jacky begleitet seine Familie regelmäßig auf Ausflüge.
Jacky begleitet seine Familie regelmäßig auf Ausflüge. © EMANUEL GRONAU

Spatz Jacky: Gefrühstückt wird gemeinsam mit der Familie

Zu Hause hat Jacky einen Käfig, der ihm als Rückzugsort und Schlafplatz dient. Auch diesen hat er mit Serviettenstückchen dekoriert, ganz ähnlich der Lampe im Schlafzimmer. Tagsüber steht der Käfig im Wohnzimmer, nachts stellt ihn das Ehepaar Malusch auf die Kommode gegenüber von seinem Bett. Zwischen sechs und sieben Uhr morgens weckt der Vogel dann meist mit Geflatter und Getschilpe die ganze Familie auf. „Weil er Hunger hat“, wie Georg Malusch sagt. Gefrühstückt wird gemeinsam am Wohnzimmertisch. Für den Vogel stehen Wasser und Körner bereit, manchmal stibitzt er auch etwas vom Teller.

Die Fenster ihrer Wohnung können die Maluschs getrost gekippt lassen. „Wenn wir da sind, fliegt Jacky eigentlich nicht nach draußen“. Ausgebüchst ist der Vogel bisher nur einmal. Damals war die Aufregung groß. „Einen halben Tag haben wir nach ihm gesucht“, sagt Georg Malusch. Und ihn schließlich unweit der Wohnung gefunden. „Er saß auf der Schulter einer Bekannten.“ Nicht nur die Familie war froh, ihren Jacky wieder gefunden zu haben, sondern offensichtlich auch der Vogel selbst. „Er ist sofort auf meine Schulter gehüpft und mit mir in die Wohnung gekommen.“ Schließlich ist das sein Zuhause, denn hier wohnt seine Familie. „Was anderes kennt er ja nicht.“

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