Welle der Hilfsbereitschaft: Ansturm bei Typisierungsaktion

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Bei der Typisierungsaktion wurde ein Stammzellenspender für Theresa gesucht.

Fürstenfeldbruck - 2218 Typisierungen, 2218 Mal Hoffnung: Etliche Hilfsbereite haben via Blutabnahme testen lassen, ob sie der an Leukämie erkrankten Theresa mit einer Stammzellenspende helfen können.

„Als wir um 10 Uhr begannen, gab es einen regelrechten Ansturm“, sagt Sabine Grupp von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Der Andrang ließ im Laufe des Sonntags nicht nach. Auffällig viele junge Familien waren unter den Teilnehmern der Aktion, in deren Rahmen Stammzellen-Spender gesucht werden. Theresa hatte sich zuvor mit Hilfe einer Freundin an die Öffentlichkeit gewandt und so die Aktion angestoßen.

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Die tapfere Theresa braucht unsere Hilfe

Dabei wurden jedem Freiwilligen fünf Milli-Liter Blut abgenommen. Anhand dessen lässt sich feststellen, ob ein Spender als Lebensretter für einen bestimmten Erkrankten in Frage kommt. Das Blut wird ab Montag im Tübinger Labor der DKMS auf die spezifischen Gewebemerkmale überprüft. Laut Sabina Grupp kommen die Daten in einen Pool und werden mit allen registrierten Patienten abgeglichen - natürlich auch mit denen von Theresa.

Typisieren ließ sich beispielsweise Marion Klein aus Fürstenfeldbruck: „Nachdem wir selber einen Krebsfall in der Familie haben und ein Kind aus unserem Bekanntenkreis mit vier Jahren Leukämie hatte, sind wir vielleicht sensibilisierter als andere“, sagt sie. „Man denkt natürlich auch, dass es einen selbst oder sein Kind treffen könnte und man dann für so eine Aktion sehr dankbar wäre.“

Bis Marion Klein und die anderen Spender wissen, ob sie helfen können, vergehen ungefähr drei Wochen, sagt Sabine Krupp von der DKMS. Theresa sei zwar der Anstoß für die Aktion gewesen. Ihr sei allerdings bewusst, dass die Chance, einen geeigneten Stammzellenspender für sie zu finden, nur sehr klein ist. „Aber sie freut sich auch für alle mit der gleichen Krankheit, denen möglicherweise durch diese Veranstaltung geholfen werden kann.“

Die DKMS vermittelt zehn Spender täglich. Allerdings relativiert sich diese große Zahl: jeder fünfte Patient findet keinen passenden Knochenmarkspender. Da jede Typisierung 50 Euro kostet, wurden die Teilnehmer auch um Geldspenden gebeten. Insgesamt kamen dabei 27 200 Euro zusammen. Im Vorfeld waren bereits 10 000 Euro gespendet worden.

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