Herzlos!

Welpe Mirko an Raststätte ausgesetzt

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Welpe Mirko ist erst rund neun Wochen alt

Brunnthal - Zittern vor Kälte fand eine Studentin den rund neun Wochen alten Welpen Mirko. Seine ehemaligen Besitzer hatten ihn am Autobahnparkplatz Brunnthal ausgesetzt.

Er ist erst rund neun Wochen alt, aber er hat schon die ganze Kälte des Lebens erfahren. Die Temperaturen lagen am Montagmorgen knapp über dem Gefrierpunkt – und Labrador-Mix Mirko zitterte auf dem Autobahnparkplatz Brunnthal. ­Jemand hatte den armen Kleinen an einen Zaun angebunden.

Eine Studentin, die gerade mit ihrem eigenen Hund zum Gassigehen hier ausgestiegen war, wurde auf den Welpen aufmerksam. Sie erzählt: „Ich habe gesucht, gerufen und unter den Leuten am Parkplatz rumgefragt, wem der Kleine gehört. Aber Fehlanzeige. Als ich nach einer halben Stunde immer noch niemanden gefunden habe, habe ich den Welpen mit in mein warmes Auto genommen und ihn dann ins Tierheim nach Riem gefahren.“

Dort sitzt er jetzt, die Pfleger haben ihn Mirko getauft. Der Kleine hat sich einen ordentlichen Schnupfen geholt und hustet noch ziemlich, ist ansonsten aber gut drauf. Sprecherin Judith Brettmeister schüttelt den Kopf: „Ich kann nicht verstehen, wie man so einen lieben kleinen Kerl einfach aussetzen kann. Wir haben den Eindruck, dass er eine ganze Zeit lang in der Kälte stand.“ Über die Hintergründe (etwa ein Fehlkauf als Weihnachtsgeschenk oder ein Opfer der Welpen-Mafia?) weiß niemand Bescheid. Gut möglich aber, dass Mirko nur der erste von vielen armen Kerlen ist – üblicherweise kommen gerade nach Weihnachten viele Tiere nach Riem.

Und Mirko selber? Der wiegt momentan rund fünf Kilo, wird aber logischerweise noch deutlich zunehmen und wachsen. Mindestens zwei Wochen lang muss er jetzt erst mal im Tierheim bleiben, danach ist dann eine Vermittlung an liebe Menschen möglich. Interessenten können sich schon mal unter der Telefonnumer 921 000 20 melden.

Altersschwäche: Affe Gnom (39) tot

Das Tierheim hat einen seiner exotischen Bewohner verloren: Rotgesichtsaffe Gnom ist tot. Er starb im Alter von 39 Jahren an Altersschwäche. Weibchen Floh (24) ist jetzt allein in den Affen-Räumen (im Katzenhaus). Gnom war bereits seit Dezember 1994 im Tierheim. Ein Privatmann hatte ihn gehalten, kam aber nicht mehr mit ihm zurecht. ­Partnerin Floh war dagegen über den Zoll ins Tierheim gekommen. Auswilderung oder Tierpark waren nicht möglich.

Hätten Sie es gewusst? So alt werden Tiere

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Uli Heichele

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