Was für ein Anblick

Weltrekord! Fackel-Bild für US-Serie in Vaterstetten

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Erst mussten die 5480 Fackeln genau im Boden platziert werden. Später fotografierte dann eine Drone aus luftiger Höhe den gezeichneten Feuerwehrmann.

Vaterstetten - Auf rund 5000 Quadratmetern bildeten am Ostersonntag über 5000 Fackeln das Bild eines Feuerwehrmannes. Der Weltrekord war aber nur der Nebeneffekt eines PR-Auftrags.

Orkan Niklas hätte den Veranstaltungsprofis in Vaterstetten fast noch einen Strich durch die Rechnung gemacht – aber dann hat ihre „Feuerkunst“ doch geklappt: Auf rund 5000 Quadratmetern auf einer Wiese zwischen dem Reitsbergerhof und Baldham-Dorf wurden 5480 Fackeln in den Boden gesteckt. 40 Helfer waren in der Nacht zum Ostersonntag damit beschäftigt, die Fackeln anzuzünden, zu kontrollieren und auf die Sicherheit zu achten. „30 Minuten hatten wir für das Anzünden eingeplant“, erzählt Klaus Welm (Grafing), gemeinsam mit dem Baldhamer Andreas Krugel für das Projekt verantwortlich. „Geschafft haben wir es in 16 Minuten“, sagt er dem Münchner Merkur.

Vor Ort war eine Vertreterin von „Guinness World Records“. Sie hatte zuvor rund zwei Stunden lang die Fackeln gezählt. Als alle brannten war der Weltrekord geschafft. Mit dem Kameraauge einer hoch über dem Grundstück fliegenden ferngesteuerten Drohne war dann auch zu erkennen, welches Bild mit den Fackeln gezeichnet wurde, nämlich das Gesicht eines amerikanischen Feuerwehrmannes. Der Weltrekord war nämlich nur Nebenprodukt eines PR-Auftrages. Das Bild wird eine Rolle in der erfolgreichen US-Fernsehserie „Chicago Fire“ spielen. Die Produktionsfirma Universal hatte dazu ein Team gesucht, das das Bild des Feuerwehrmanns aus brennenden Fackeln umsetzen kann. Krugel und Welm konnten mit ihrem Konzept überzeugen.

Rund vier Wochen dauerten die Vorbereitungen. Unter anderem wurden Container aufgestellt, in denen sich die Mitarbeiter aufwärmen konnten. Um das Bild richtig stecken zu können, hatten sich Krugel und Welm etwas besonderes ausgedacht. An einem Kran hing hoch über der Wiese ein Beamer. Die nach unten geschickten Lichtstrahlen zeichneten Punkte ins Gras. Jeder Lichtpunkt zeigte an, wo eine Fackel in die Erde musste.

Robert Langer

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