Holzhaus brennt in Weyarn

Großbrand in Weyarn: Polizei nennt mögliche Brandursache - 200.000 Euro Schaden

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Dachstuhl in Flammen: Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis 

Ein Großbrand rief in der Nacht auf Mittwoch mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis auf dem Plan. Ein Wohnhaus aus Holz stand in Weyarn (Stürzlham) in Flammen.

Update, 12.56 Uhr: Die Polizei informiert nun über die Hintergründe des Brands

Laut Polizei beträgt der Sachschaden rund 200.000 Euro. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Ermittler der Kripo gehen derzeit von einem technischen Defekt als Brandursache aus.

Die Polizei berichtet weiter: Über die Integrierte Leitstelle (ILS) kam am Mittwoch um kurz nach 01.00 Uhr morgens die Meldung über den Brand eines Einfamilienhauses im Weyarner Ortsteil Stürzlham. Neben der Feuerwehr fuhr auch die Polizei zu dem Objekt in der Neukirchner Straße. Beim Eintreffen der ersten Streifenwagenbesatzung brannte es bereits im Dachbereich lichterloh.

Die Helfer der Feuerwehr hatten alle Hände voll zu tun, um das Feuer zu löschen. Der Sachschaden, den die Flammen anrichteten, beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf 200.000 Euro. Dass niemand verletzt wurde, ist in diesem Fall einem kleinen, nur wenige Euro teuren Gerät zu verdanken: einem Rauchmelder. Der schlug nämlich rechtzeitig an und weckte die Hauseigentümerin aus dem Schlaf. Die Frau konnte sich deshalb unverletzt ins Freie retten und über die 112 die Feuerwehr alarmieren.

Die Kripo Miesbach übernahm die Ermittlungen in dem Fall und begutachtete das Brandobjekt im Laufe des heutigen Vormittages. Fest steht, dass das Feuer im Bereich eines Anbaues ausbrach und von dort auf den Dachbereich übergriff. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war ein technischer Defekt im Bereich eines Kabelschachtes ursächlich.

Erstmeldung, 9.23 Uhr

Stürzlham – Neun Feuerwehren, acht davon aus dem Landkreis Miesbach und eine aus dem Kreis Rosenheim, waren in der Nacht auf Mittwoch im Einsatz. In Stürzlham (Gemeinde Weyarn) brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Doch bewohnbar ist es vorerst nicht mehr, erklärt der Weyarner Feuerwehrkommandant Ralph Benda, der den Einsatz leitete. Die Alarmierung „Wohnhausbrand“ erfolgte um 1.05 Uhr als . „Aber schon auf der Anfahrt hast sich herausgestellt, dass es ein offener Dachstuhlbrand ist“, berichtet Benda. 

Also wurde um zwei Alarmstufen erhöht. Mit 21 Fahrzeugen und etwa 115 Einsatzkräften rückten die Feuerwehren an: Weyarn, Miesbach, Holzkirchen, Gotzing, Reichersdorf, Feldkirchen-Westerham, Mitterdarching, Valley, Holzolling sowie die Landkreis-Inspektion. 20 Atemschutztrupps übernahmen den Brandangriff von innen. Eine Schwierigkeit war laut Benda, dass das Haus von der Straße nach hinten versetzt ist. „Deshalb konnten wir die Drehleiter nicht einsetzen, sondern mussten mit Steckleitern arbeiten und alles Material erstmal nach hinten tragen.“ Vorsorglich war auch der Rettungsdienst vor Ort. Verletzte gab es keine. Die Bewohnerin des Hauses war vermutlich durch einen Brandmelder aufgeweckt worden und hatte selbst die Feuerwehr alarmiert. 

Video: Wie wichtig ist eine Rettungsgasse und weshalb?

Obwohl das Feuer laut Benda relativ schnell unter Kontrolle war, dauerte der Einsatz bis etwa 5.30 Uhr. Weil es sich um ein Holzhaus handelt, waren in der Isolierung Glutnester entstanden. Die Feuerwehrler mussten Holzwände und Rigipsplatten an mehreren Stellen aufschneiden, um an diese Glutnester zu kommen. Die Feuerwehr Sonderdilching übernahm in den frühen Morgenstunden die Brandwache, die aktuell noch andauert.

Für viele Helfer war der Einsatz besonders fordernd, weil sie schon bis spät am Abend bei dem Horror-Unfall mit einem Todesopfer auf der A8 im Einsatz waren.

Christine Merk

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