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Neue Betrugsmasche bei WhatsApp: Frau verliert mehrere tausend Euro

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Von: Bettina Stuhlweißenburg

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Per Whatsapp meldeten sich die Betrüger
Per Whatsapp meldeten sich die Betrüger © Ralph Peters/imago

Die Polizei fahndet nach Betrügern, denen eine Miesbacherin und eine Schlierseerin auf den Leim gegangen sind. Die Ganoven gaben sich per Whatsapp als Angehöriger aus und baten um Geld.

Miesbach - Innerhalb von wenigen Tagen erstatteten die beiden betroffenen Frauen Anzeige wegen Betrugs bei der Polizei in Miesbach. Eine von ihnen - eine 61-Jährige aus Miesbach - hatte am 29. März von einer ihr unbekannten Nummer eine Whatsapp-Nachricht erhalten.

WhatsApp-Betrug: Frau überweist angeblichen Sohn 3200 Euro

Der Schreiber behauptete, ihr Sohn zu sein und eine neue Handy-Nummer zu haben. Er befinde sich in einer finanziellen Notlage und brauche dringend 3200 Euro. Erst nachdem die Frau ihrem angeblichen Sohn das Geld überwiesen hatte, kam ihr die Angelegenheit dubios vor.

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Ähnlich erging es einer 66-jährigen Frau aus Schliersee am Samstag, 2. April. In ihrem Fall meldete sich ihre angebliche Tochter per WhatsApp mit angeblich neuer Telefonnummer. Auch in diesem Fall bemerkte die arglose Frau den Betrug zunächst nicht - und überwies 1400 Euro auf ein spanisches Konto. Kurz danach meldete sich jedoch die richtige Tochter - und die Masche flog auf.

Betrug auf WhatsApp: Ermittlungen der Polizei laufen

Während der Anzeigenaufnahme bei der Polizei meldeten sich die Betrüger erneut bei ihrem Opfer.

Die Ermittlungen in beiden Fällen laufen. Wie die Polizei Miesbach mitteilte sind in vielen dieser Betrugsfälle die Handynummern jedoch „gespooft“. Das bedeutet, dass die Betrüger falsche Telefon-IDs verwenden. Auch führen die Ermittlungen bezüglich der Kontodaten oft ins Ausland; insbesondere nach Afrika.

Die Polizei weist darauf hin, gerade bei Geldanfragen über WhatsApp vorsichtig und misstrauisch zu sein und die vermeintliche „Verwandtschaft“ persönlich nochmals zu kontaktieren, ehe Geldüberweisungen in Auftrag gegeben werden.

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