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Erneuter Crash am Unfallschwerpunkt

„Eine Katastrophe! Wie viele müssen noch verletzt werden, bevor sich hier etwas tut?“

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Gefährliches Pflaster (Bild oben rechts vergrößern): Links die veraltete Unterführung, geradeaus die gefährliche Kreuzung der Bavariastraße mit der Staatsstraße 2573, wo der jüngste Unfall geschah. Käme der Verkehrskreisel, würde die Unterführung zugeschüttet werden. Dann könnte dort die Ausfahrt eines Supermarktes realisiert werden.

Es ist erst wenige Tage her, als es auf der Staatsstraße 2573 zwischen Arget und Lochhofen zu einem schweren Verkehrsunfall kam. Die Kreuzung ist bekannt als Unfallschwerpunkt. Ein Kreisverkehr wäre eine Lösung. 

Lochhofen Am vergangenen Montag wollte eine Smart-Fahrerin von der Bavariastraße auf die Tegernseer Landstraße einbiegen und kollidierte frontal mit einem BMW. Beide Fahrerinnen wurden schwer verletzt. Es ist nicht das erste Mal, dass es in diesem Kreuzungsbereich zu schweren Unfällen kommt. Und deshalb bemüht sich die Gemeinde Sauerlach dort schon seit etwa fünf Jahren um einen Kreisverkehr, um die Situation zu entschärfen. Zuletzt votierte der Gemeinderat auf seiner November-Sitzung dafür. Jetzt ist das Staatliche Bauamt Freising am Zug.

„Es ist eine Katastrophe. Wie viele Menschen müssen noch verletzt werden, bevor sich hier etwas tut“, ärgert sich Sauerlachs Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) angesichts der aktuellen Unfalls. Ein noch schlimmeres Unglück ereignete sich vor gut zwei Jahren, nur ein kleines Stück weiter bei Arget. Ein 79-jähriger Autofahrer kam beim Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug ums Leben.

Wer aus den Ortsteilen kommend schon einmal versucht hat, sich auf der Staatsstraße einzuordnen, weiß um die Gefährlichkeit. Häufig zu schnell kommen die Fahrzeuge auf der Staatsstraße angerauscht. Bereits im April drängte daher die CSU-Fraktion im Gemeinderat darauf, hier die Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 60 km/h zu reduzieren. Das Gremium votierte mit 16:2-Stimmen dafür. Der erhoffte Erfolg blieb jedoch ebenso aus wie das Okay des Straßenbauamtes, erzählt Barbara Bogner. „Wir haben gegen den negativen Bescheid der Behörde Widerspruch eingelegt, ohne Erfolg.“ Für ein Tempo-Limit sah die Behörde bislang keine Veranlassung. Hier handelt es sich um eine freie Strecke, auf der sonst Tempo 100 erlaubt sind. Nur nahe der Ortsausfahrten gilt 80 km/h.

Staatsstraße verführt viele Fahrer offenkundig zu hohem Tempo

Fakt ist jedoch: Die gerade Staatsstraße verführt viele Fahrer offenkundig zu hohem Tempo. Laut Expertise des Verkehrsgutachters Harald Kurzak befahren diesen Bereich täglich zwischen 10 500 bis 12 000 Fahrzeuge. Etwa 2000 davon sind Abbieger der Bavariastraße. Etwa 300 Bewegungen sind es an der nahen Kleefeldstraße, die zum Argeter Sportverein-Gelände führt.

Um den Kreisverkehr bei Lochhofen auf den Weg zu bringen, hat die Gemeinde Sauerlach dem Staatlichen Bauamt Freising das rund 20-seitige Gutachten vorgelegt. „Wir haben es extra in Auftrag gegeben. Daraus geht klar hervor, dass an dieser Stelle ein Kreisverkehr sinnvoll ist“, erläutert die Rathaus-Chefin. Die Verwaltung habe bereits dessen Planungskosten für dieses Jahr im Haushalt vorgesehen, im Finanzplan 2019 die Baukosten. Vorbehaltlich freilich die Genehmigung durch den Gemeinderat.

Die Mitglieder des Gremiums zeigten sich mit den Plänen auf der November-Sitzung zufrieden. „Mit Querungshilfen kommen dann auch die Fußgänger gut über die Staatsstraße“, hatte Götz von Borries (UBV) angeführt. Einen weiteren Aspekt nannte Alexander Rickert (SPD): „Dann könnte auch die veraltete Unterführung weg.“ „Der Verkehrskreisel wird die Geschwindigkeit auf der Staatsstraße ausbremsen“, ist Bürgermeisterin Bogner zuversichtlich. Durch das positive Gutachten des Verkehrsexperten rechne sich die Gemeinde gute Chancen aus. 

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