Wieder schwerer Unfall auf Flughafentangente Ost

Eitting - Schon wieder hat sich ein schwerer Unfall auf der Flughafentangente Ost (Kreis Erding) ereignet: Ein Mann (61) schwebt in Lebensgefahr. Was passiert ist:

Vermutlich hat ein 71 Jahre alter Autofahrer die Flughafentangente Ost mit der Autobahn A 92 München - Deggendorf verwechselt. Ein Irrtum mit tragischen Folgen: Bei einem schweren Unfall wurden am Montagabend nahe Eitting (Kreis Erding) drei Menschen verletzt. Einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Sogar der Luftverkehr am Münchner Flughafen war kurzzeitig beeinträchtigt.

Zu der Kollision kam es kurz nach 20 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Eitting. Es war bereits dunkel. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war der 71 Jahre alter Fahrer eines VW Golf aus dem Raum Chemnitz auf die linke Spur geraten. Er war auf der FTO in Richtung Autobahn unterwegs. Angeblich soll er gedacht haben, er befinde sich bereits auf der A 92 und habe auf den linken Fahrstreifen wechseln wollen. Möglicherweise war er zudem durch sein Navi abgelenkt.

Schwerer Unfall auf Flughafentangente Ost

Schwerer Unfall auf Flughafentangente Ost

Dort näherte sich in diesem Moment ein 61 Jahre alter VW-Fahrer aus Buch am Buchrain (Kreis Erding). Er konnte nicht mehr reagieren. Beide Fahrzeuge prallten mit voller Wucht frontal ineinander. Dabei wurde der 61-Jährige lebensgefährlich verletzt. Der Verursacher und seine 69 Jahre alte Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden vom BRK-Rettungsdienst ins Klinikum Freising eingeliefert. Das unschuldige Opfer kam mit dem Rettungshubschrauber Christoph Regensburg der Deutschen Rettungsflugwacht ins Klinikum München-Schwabing. Er soll mehrere Knochenbrüche davongetragen haben und musste im Sanka intubiert werden. Vor Ort waren ein Notarzt, der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst sowie der Malteser Hilfsdienst vom Flughafen. Ankommende und startende Flugzeuge mussten während der Landung des Helikopters kurzzeitig warten, bis die Flugsicherung keine Gefahr mehr für den Flugverkehr sah. 

Zur Absicherung der Unfallstelle, zur Bergung der Wracks und zur Straßensperre wurden die Feuerwehren Eitting, Schwaig und Gaden alarmiert. Die Staatsanwaltschaft Landshut bestellte einen Gutachter und ließ die Wracks sicherstellen. Beide Autos sind Schrott, die FTO war bis tief in die Nacht in beiden Richtungen total gesperrt.

Hans Moritz

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