Zunächst verbaler Zwist

Streit bei Wiesn-Anstich eskaliert: Mann durch Messerstiche verletzt - Haftbefehl gegen 17-Jährigen

Auf dem Oktoberfest wurden Masskrüge zweckentfremdet.
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Bei einem Wiesn-Anstich vor den Toren Münchens kam es zu einer blutigen Auseinandersetzung (Symbolbild).

Ein Wiesn-Anstich vor den Toren Münchens endete blutig. Schwere Verletzungen erlitt ein 23-Jähriger, zwei 17-Jährige wurden festgenommen.

Straßlach-Dingharting - Es hatte zunächst als friedlicher „Wiesnanstich“ im Gasthof zum Wildpark begonnen. Das Wetter am Samstag (18. September) war wunderbar, der Biergarten voll, Gäste in Tracht lauschten der Blasmusik. Unter den Feiernden waren auch zwei Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsene.

Wiesn-Anstich bei München: Gruppen gehen aufeinander los - Mann durch Messerstiche schwer verletzt

Nach Angaben der Polizei gerieten die beiden Gruppen dann gegen Mitternacht, nachdem sie die Gaststätte bei München verlassen hatten, aus bislang unbekannten Gründen zunächst verbal aneinander. Schließlich kam es zu einem Handgemenge. In dessen Verlauf wurde ein 23-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen durch Messerstiche in den Hals- und Oberkörper schwer verletzt.

Zeugen verständigten daraufhin die Polizei und den Rettungsdienst, woraufhin über zehn Streifen der Münchner Polizei zum Einsatzort geschickt wurden und sofort Fahndungsmaßnahmen einleiteten. Der 23-Jährige wurde vom Rettungsdienst versorgt und danach in ein Münchner Krankenhaus gebracht, wo die Verletzungen chirurgisch versorgt wurden. Der junge Mann befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung, ist aber außer Lebensgefahr.

17-Jähriger nach Messerattacke bei Wiesn-Anstich festgenommen - Hintergründe sollen jetzt ermittelt werden

Zwei jugendliche Tatverdächtige (beide 17 Jahre alt mit Wohnsitzen im Landkreis München), die sich vom Tatort entfernt hatten, wurden noch in Tatortnähe vorläufig festgenommen. Gegen einen der beiden Tatverdächtigen erließ das Amtsgericht München, auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I, inzwischen einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags*. Gegen den zweiten Tatverdächtigen wurde kein Haftbefehlsantrag gestellt. Alle Beteiligten waren alkoholisiert. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Auseinandersetzung und zum genauen Tatablauf hat die Mordkommission München übernommen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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