Behördenärger - droht Abriss?

Wiesnwirt Vollmer: Schwarzbau am See

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Verhandlung unter freiem Himmel: Vor einem Urteil verschaffen sich Richter, Ämter-Vertreter und Anwälte ein Bild von Manfred Vollmers Schwarzbau (u.a. die Hütte im Hintergrund). Er selbst wartet dabei meist abseits der Gruppe (grüne Cordhose), auch seine Frau Michaela begutachtet vom Rand aus (2.v.l).

Böbing - Er war eine Müllhalde, sogar ein Schandfleck, der Graner Weiher zwischen Böbing und Peißenberg. Wiesn-Wirt Manfred Vollmer wollte das mit Natursteinen und einer Hütte in Ordnung bringen. Und landete damit in den Top Ten der oberbayerischen Schwarzbauten.

Wenn er was macht, dann gscheit. So denkt Wiesnwirt Manfred Vollmer (Augustinerzelt) und deshalb wollte er ein verwahrlostes Gewässer zwischen Böbing und Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau) wieder schön herrichten. Dies gelang ihm, doch nun bekam er Ärger – mit den Behörden. Grund: Am Graner Weiher hatte er eine kaputte Hütte (43 Quadratmeter Grundfläche) abreißen lassen und eine neue (86 Quadratmeter Grundfläche) errichten. Alles leider ohne Genehmigung. Landesanwalt Christian Konrad würdigte das so Geschaffene Ende März bei einer Ortsbegehung mit Verwaltungsrichtern und Amtsvertretern folgendermaßen: „Das hier“, sagte er und deutete auf das Holzhaus mit Terrasse am See, „das fällt tatsächlich unter die Top Ten der Schwarzbauten in Oberbayern!“ Er verlangte den Rückbau, was gemeinhin dem Abriss gleichkommt.

Vor Jahren hatten die Vollmers den benachbarten Graner Hof und die große Wiese unterhalb gekauft. „Optimal für ein Wellnesshotel“, hatte sich der Unternehmer gedacht. Nach mehreren Anläufen erhielt er dafür die Genehmigung.

Drei Jahre ist es nun her, dass er den viereinhalb Hektar großen Weiher samt Ufer dazukaufte. Sein Grund misst mittlerweile 130 Hektar. Doch eine Sache störte Vollmer. „Der See hat ausgesehen wie eine Müllhalde“, sagte er den Schongauer Nachrichten. Also ließ er den Weiher sauber machen, Natursteine verlegen, die zerfallene Hütte neu erstrahlen. Halt nur größer. Eine Genehmigung für den Bau der Hütte hatte er nicht beantragt. „Da er nur aufbaute und nicht wesentlich änderte, war meinem Mandanten das nicht bewusst“, argumentierte Vollmers Anwalt Andreas Bauer-Danzeisen. Schließlichg hängte jemand den Wiesnwirt beim Landratsamt hin. Das war vor zwei Jahren. Ob der Wirt abreißen lassen muss, erfährt er bald mit der Post …

tz

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