Kein Auftritt auf dem Volksfestplatz

Wildtier-Prozess: Zirkus akzeptiert Erdinger Verbot

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Tierschützer demonstrierten Mittwoch vor dem Gericht.

München - Jahrelang hatten sie um ihre Genehmigung gekämpft. Seit Mittwoch ist aber klar: Der Zirkus Aldoni Orion wird nicht auf dem Erdinger Volksfestplatz auftreten.

Ihre Berufungsklage zogen die Besitzer vor dem Verwaltungsgerichtshof zurück – und gaben ihren Kampf damit auf.

Dem Rechtsstreit vorausgegangen war ein Verbot in Erding: Die Stadt hatte dem Zirkus untersagt, auf dem Volksfestplatz seine Zelte aufzuschlagen. Grund dafür: die exotischen Wildtiere, die der Zirkus in seinen Shows zeigt, widersprechen einem Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2013. Das wollte der Zirkus aber nicht hinnehmen und klagte. Das Verwaltungsgericht hatte der Stadt in erster Instanz Recht gegeben. Mittwoch wurde am Verwaltungsgerichtshof erneut verhandelt.

Elefanten und Bären seien nicht mehr im Zirkus, stellte die Besitzer-Familie zu Anfang klar. Mittlerweile gebe es nur noch drei Krokodile und fünf Dromedare. Nicht nur wegen der Wildtiere hatte die Stadt Erding aber Bedenken, sondern auch wegen der Sicherheit der Bevölkerung: 2012 war ein Zirkus-Elefant in Baden-Württemberg ausgebüxt und hatte einen Spaziergänger tödlich verletzt. Wegen der Haltung hatte die Tierschutzorganisation Peta den Zirkus außerdem schon seit Jahren kritisiert.

Juristisch wehrte sich die Besitzerfamilie aber gegen ein angebliches Berufsverbot. Die Gemeinde hielt mit dem Kommunalrecht dagegen: Erding habe ein eigenes Vergabe-Verfahren für seinen Platz. Der Zirkus, das klang durch, ist dort nicht erwünscht – und gab kleinbei.

thi

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