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„Ich liebe die Natur und den Ammersee“

Hätten Sie‘s gewusst? Dieser TV-Star lebt in Herrsching

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In Herrsching nimmt Willi Weitzel auch am öffentlichen Leben teil, wie hier 2014 bei der 80-Jahr-Feier des Tennisclubs, wo er für eine Autogrammstunde zur Verfügung stand. 

Er ist das Gesicht der beliebten Kindersendung „Willi will’s wissen“ und reist seit einigen Jahren als Abenteurer für „Willis wilde Wege“ durch die Welt: Willi Weitzel. Seit vier Jahren lebt der Reporter mit seiner Familie in Herrsching, wenn er sich nicht gerade auf Reisen befindet.

HerrschingMit einem Esel als Gefährte folgte der 44-Jährige den Spuren von Maria und Josef, er wanderte von Nazareth bis Bethlehem und verarbeitete Erlebtes in einem Multivisions-Vortrag für Firmenfeiern zu „Willis Weihnachtsgeschichte“. In Herrsching erholt sich der Reporter Willi Weitzel von seinen Reisen. „Ein Paradies“, nennt der Wahl-Herrschinger die Gemeinde. Dort zettelte er auch privat so manches Abenteuer an. Im Sommer zum Beispiel schwamm er von Riederau bis Herrsching. Ein Boot begleitete ihn, auf dem Kopf trug er eine Badekappe in Signalfarbe. Sicherheitshalber, damit die Dampfer nicht über ihn rüber schippern.

„Ich liebe die Natur und den Ammersee“, sagt der dreifache Vater. Und die Herrschinger seien freundlich und nett. „Ich glaube, dass mich viele erkennen, aber auch in Ruhe lassen.“ Es sei halt alles ein bisschen gemütlicher – eben nicht so aufgeregt wie in München, wo er vorher gelebt hat. „Das hilft mir in meinem positiven Lebensgefühl“, betont der Mann, dessen gute Laune die Zuschauer seiner Sendungen unweigerlich ansteckt.

Der fröhliche Moderator hat aber auch eine ernste Seite. Seinen Alltag begleitet dieser christliche Gedanke, den Schwächeren zu helfen. Deshalb zögerte er auch nicht und half im Herrschinger Containerdorf mit, als die Flüchtlinge 2015 einzogen. Die vielen Reisen in fremde Welten hätten ihm einen globaleren Blickwinkel geschenkt, sagt er. Weitzel war im Libanon, in Afrika und in der Türkei in Flüchtlingslagern. „Wenn man das sieht, weiß man, unter welchen Umständen manche Menschen leben müssen.“ Sie haben kein Trinkwasser, hungern und leben in notdürftigen Unterkünften. „Ich war sehr nahe an deren Lebenssituation dran“, so Weitzel, dem ein Satz des 1945 verstorbenen Pater Rupert Mayer nicht mehr aus dem Kopf geht: „Wenn ich zehn Bedürftige antreffe und neun davon wären nicht in Not, so helfe ich allen, damit ich den, der in Not ist, nicht verpasse.“ Der Fernsehmann bezieht in dieser Sache klar Position. Das machte ihn in Herrschings Realschule zum Botschafter „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“.

Die erschütternden Eindrücke seiner Expeditionen sind es aber auch, die ihm die Augen für die kleinen schönen Dinge im Leben öffnen. Das schmackhafte Eis im Café Riva etwa. Und das Glück, einmal durchschlafen zu können. Das ist zwar bei der neunjährigen und damit ältesten seiner Töchter kein Thema, bei den drei Jahre und drei Monate alten Töchtern allerdings schon. Die aufgezwungenen Schlafstörungen bleiben ihm jetzt eine Weile erhalten. Aber auch die Zeit mit seiner Familie, die er in vollen Zügen genießt – bis das nächste Abenteuer nach ihm ruft.

Mehr über Willi Weitzel können interessierte Leser im Internet auf www.williweitzel.com finden.       Michèle Kirner

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