Willkommen in der neuen VIP-Lounge

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Exklusives Warten auf den nächsten Flieger: Am Dienstag wurde die neue VIP-Lounge am Flughafen München eröffnet.

Flughafen - Am Flughafen München gibt es eine neue VIP-Lounge. Wir haben einen exklusiven Blick hinter die Kulissen genommen. Schauen Sie mal!

In noblem Umfeld auf den Anschlussflug warten, einen Blick auf Königsschlösser oder Flieger werfen und einen Drink genießen - in der neuen VIP-Lounge am Flughafen München ist das möglich. Es ist ein weiterer Beitrag, um das Terminal 1 aufzuwerten.

Impressionen von der VIP-Lounge

Neue VIP-Lounge am Flughafen: Exklusive Bilder 

Es ist der pure Luxus, und er ist erstmals nicht nur gekrönten Häuptern, Vorstands- oder Regierungschefs vorbehalten: Der neue VIP-Bereich der Flughafengesellschaft FMG öffnet sich auch für zahlungskräftige Fluggäste. Ab 290 Euro öffnen sich die Türen zu Ruheräumen, Schlafzimmern oder Konferenzsälen. Ist es dann soweit, bringt eine Limousine den Premiumkunden direkt ans Flugzeug.

Gestern wurde der VIP-Wing - der Name leitet sich aus der Lage der Lounge am äußersten Flügelende des Terminals 1 ab - durch Airportchef Michael Kerkloh eröffnet. Zweieinhalb Jahre hatten die Architekten gebrütet, um aus der wenig ansehnlichen Abfertigungshalle mit braunem Industrieteppich eine Oase de luxe zu schaffen. Dabei ist der Flughafen eine ungewöhnliche Verbindung eingegangen - mit der Bayerischen Schlösserverwaltung. Die stellt zum Teil Originalmöbel aus der Münchner Residenz zur Verfügung, aber auch Bilder von und aus den bayerischen Königsschlössern. So ist es nur folgerichtig , dass die Suiten und Konferenzräume nach den Prunkbauten benannt sind.

„Das ist einer der Höhepunkte im Flughafenjahr“, betonte Kerkloh. Rund 100 Gäste würden die Lounge pro Tag aufsuchen, teils unter höchster Geheimhaltung. „Hier können sich Manager oder Politiker treffen, ohne dass es einer mitbekommt“, so der Geschäftsführer, der gut gelaunt ankündigte: „Im August werden wir hier einen VIP-Biergarten eröffnen - eine Weltpremiere“.

Für die FMG ist der VIP-Wing nur ein Mosaik in einem laufenden Prozess, das Terminal 1 aufzuwerten und es zu modernisieren. „Geisterterminal“ nennen es spitze Zungen und meinen damit die mitunter gähnende Leere, seit die Lufthansa mit ihren Star-Alliance-Partnern 2003 ins Terminal 2 umgezogen ist.

FMG-Sprecher Ingo Anspach findet den Titel nicht fair. „Beim Bau des Terminals 1, in dem von 1992 bis 2003 der gesamten Passagierverkehr abgewickelt wurde, wurde auf nahe Wege geachtet. Dank der Modulbauweise hat man vom Auto bis zum Flieger gerade einmal 100 Meter. Wo gibt’s das sonst auf der Welt?“ Der Nachteil: „Für Geschäftsansiedelungen ist dieses Modell natürlich weniger attraktiv“, gibt der FMG-Sprecher zu. Darauf habe man bereits mit dem Auszug der Lufthansa reagiert.

Den Begriff des Geisterterminals weist Anspach auch deshalb zurück, weil pro Tag im Schnitt 30 000 Passagiere abgefertigt werden. Der Spitzenwert am 10. Juni dieses Jahres betrug 320 Flugbewegungen mit 42 000 Fluggästen. 113 Airlines steuern das Terminal 1 an. Anspach vergleicht: „Nimmt man das Terminal 1 alleine, wäre München mit seinen Passagierzahlen immer noch der fünfstärkste Flughafen Deutschlands hinter Frankfurt, Düsseldorf, Berlin und Hamburg, aber noch vor Köln/Bonn und Stuttgart. Für reichlich Betrieb sorgen vor allem Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin, aber auch Etihad und Emirates. Letztere bringt den ersten Riesen-Airbus A 380 planmäßig ins Erdinger Moos.

Anspach berichtet, dass „das Geschäftsangebot im nicht-öffentlichen Bereich kontinuierlich ausgebaut wird“. Neuestes Herzstück sei der „Gateway to Arabia“. Zu diesem Paket gehört nicht nur ein Gebetsraum. „Wir haben auch sprachkundiges Personal und die Beschilderung um die arabische Sprache ergänzt.“ Weitere solche zielgruppenspezifische Insellösungen sollen in den kommenden Jahren folgen.

(Hans Moritz)

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