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Neuer Winnetou-Film: Hauptdarsteller (14) äußert sich zur Rassismus-Debatte - „Nie böse Absicht dahinter“

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Von: Peter Loder

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Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz (vorne) war mächtig stolz, dass alle drei Hauptdarsteller des Winnetou-Films zu ihm ins Kino kamen (v.l.): Milo Haaf, Lola Linnéa Padotzke und Mika Ullritz.
Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz (vorne) war mächtig stolz, dass alle drei Hauptdarsteller des Winnetou-Films zu ihm ins Kino kamen (v.l.): Milo Haaf, Lola Linnéa Padotzke und Mika Ullritz. © Loder

Es waren bereits Sommerferien, als Anfang August der Film „Der junge Häuptling Winnetou“ in die Kinos kam. Der Film hat deutschlandweit eine heftige Rassismus-Debatte ausgelöst.

Fürstenfeldbruck – Nun beginnt für Mika Ullritz, den 14-jährigen Hauptdarsteller, wieder der Lern-Alltag an der Maisacher Realschule.

Zuvor aber präsentierte sich der junge Schauspieler mit seinen jungen Münchner Kollegen Milo Haaf (14) und die am Wörthsee geborene Lola Linnéa Padotzke (12) noch einmal den meist gleichaltrigen Fans im Brucker Scala-Kino. Neben Autogrammen waren Selfies der Renner bei ihrer Stippvisite in der Heimat.

Winnetou-Debatte: Hauptdarsteller betont - „Film soll einfach Geschichte zwischen Freunden erzählen“

Vor der Sondervorführung mit Familien und Freunden aller am Film beteiligten jungen Schauspieler hatte die Produktionsfirma ein Coaching organisiert. Dabei wurde den minderjährigen Filmstars unter anderem erläutert, was sie mit ihrem neuen Promi-Status in der Öffentlichkeit erwartet und wie sie sich nach ihrem Popularitäts-Aufstieg in der Schule verhalten sollen. Im exklusiven Tagblatt-Interview äußert sich der 14-jährige Mika jetzt zum ersten Mal über die vom Winnetou-Film ausgelöste Rassismus-Debatte in Deutschland.

Mika, wie hast Du auf die Rassismus-Diskussionen nach der Uraufführung reagiert?

Natürlich habe ich das alles mitbekommen. Es ist ein Abenteuerfilm und keine Dokumentation. Der Film soll einfach eine Geschichte zwischen Freunden erzählen.

Ist es in deiner Generation ein Thema, wenn von Bleichgesichtern und Rothäuten gesprochen wird?

Nein, das ist nicht wichtig. Mensch ist Mensch.

Rassismus-Vorwurf zu Winnetou: „Film soll einfach Spaß machen, deshalb wurde er gemacht“

Kannst du die Diskussion der Erwachsenen verstehen?

So ein bisschen, klar. Es soll uns aber nicht unterstellt werden, dass wir Rassismus darstellen wollten. Es steckte nie eine böse Absicht dahinter, niemand wollte eine derartige Debatte auslösen. Der Film soll einfach nur Spaß machen, deshalb wurde er gemacht.

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Die Dreharbeiten in Spanien haben Dir ja offensichtlich auch Spaß gemacht. Wie wird die Filmkarriere jetzt fortgesetzt?

Ich will natürlich gerne weitermachen. Es war einfach toll, mit den Leuten zusammenzuarbeiten, wir sind in der Zeit der Dreharbeiten und danach alle sehr stark zusammengewachsen.

Neuer Winnetou-Film: „Fortsetzung ist jetzt nicht geplant“

Gibt es schon konkrete Angebote und Pläne?

Eine Winnetou-Fortsetzung ist jetzt nicht geplant. Aber ich bin für eine TV-Serie angefragt, die nichts mit Karl May zu tun hat.

Hast Du ein Vorbild in der Schauspielerbranche?

Ich bewundere den amerikanischen Schauspieler Dwayne Johnson. Ich mag seine Filme und wie er spielt. Das ist immer toll anzuschauen. Mit ihm würde ich gerne mal vor der Kamera stehen. In Deutschland gefällt mir Til Schweiger am besten.

Und daheim stapelt sich inzwischen die Fanpost?

Das hält sich in Grenzen, weil die ganzen Autogramm-Anfragen und Briefe über unsere Agentur laufen.

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