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Schnee an Weihnachten? „Wetterprophet“ Sepp Haslinger mit Vorhersage für bevorstehenden Winter

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Jedes Jahr im August deutet Sepp Haslinger den Blütenstand der Königskerze.
Jedes Jahr im August deutet Sepp Haslinger den Blütenstand der Königskerze. privat © privat

Es gibt Fans, die jedes Jahr schon auf seine Prognose warten: Was sagt wohl die Königskerze von „Wetterprophet“ Sepp Haslinger aus Benediktbeuern zum bevorstehenden Winterwetter?

Benediktbeuern - Um den 15. August herum, also zu Mariä Himmelfahrt, ist die Pflanze ausgewachsen und für ihn „lesbar“. Für den Winter 2022/23 sagt Haslinger einen schneearmen Winter voraus. „Bis zur Wintersonnenwende wird es keinen Schnee geben“, sagt der 80-Jährige. Die Wintersonnenwende ist am 21. Dezember.

Wetterprognose von Sepp Haslinger: „Bis zur Wintersonnwende keinen Schnee mehr“

Für seine Deutung teilt Haslinger den Blütenstand der Pflanze in sechs gleich große Abschnitte ein, die für ihn die Monate November bis April symbolisieren. Heuer, sagt Haslinger, trage die Königskerze nur wenige Blüten im unteren Bereich. Für den oberen Bereich sehe es nicht besser aus. Seine Folgerung: Wenig bis kaum Schnee. Weiße Weihnachten werde es heuer nicht geben, meint er.

„Wetterprophet“ Sepp Haslinger: So war der Winter 2021/22

Und wie sah es im vergangenen Jahr aus? Im August 2021 prophezeite Haslinger einen „mageren Winter, zum Leidwesen der Skifahrer“. Wenn Schnee falle, dann sei das am wahrscheinlichsten im Februar. Haslinger lag damit teilweise richtig und teilweise falsch. Ein Blick ins Archiv des Tölzer Kurier über die Berichterstattung im vergangenen Winter zeigt, dass Mitte Dezember 2021 so viel Schnee lag, dass im Isarwinkel großer Andrang am Brauneck sowie auf den Loipen herrschte. Teilweise wurden sogar Parkplätze wegen Überfüllung geschlossen.

Weiße Weihnachten statistisch nur alle sieben Jahre

Zum Jahreswechsel war es dann verhältnismäßig warm. Ab Mitte Februar bäumte sich der Winter aber nochmal auf: Die Rede war vom „Kaiserwetter“ für Wintersportler. Hotel und Gastronomie freuten sich über ein gutes Geschäft in den Faschingsferien. Im März herrschte dann viel Sonnenschein, und es gab wenig Regen. Statistisch gesehen, war der Winter 2021/22 im Mittel um 1,3 Grad zu warm und leicht überdurchschnittlich nass, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Weiße Weihnachten gibt es statistisch im Durchschnitt nur alle sieben Jahre.  (müh/lw)

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