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Winter-Comeback? Bayern steht nächster Umschwung bevor – jeden Tag wird‘s wärmer

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Kurz sah es nach Winter aus beim Bayern-Wetter. Doch der Eindruckt täuscht. Schon die kommenden Tage erwarten uns zweistellige Plusgrade in ganz Bayern – mitten im Januar.

München – Die Aufmerksamkeit über unser jüngstes Bayern-Wetter war groß, wohl auch die Freude vieler Wintersportler. Meteorologen sagten Schnee in rauen Mengen voraus. Und tatsächlich schneite es die vergangenen Tage teils bis auf 600 Meter. In den Alpen und im Bayerischen Wald blieb über 900 Meter sogar eine geschlossene Schneedecke zurück. Wintersportler, Skigebietsbetreiber und alle anderen Winterfans frohlockten: Fängt jetzt doch etwas verspätet der Winter an?

Der letzte Schnee von Bayern? Eine aktuelle Aufnahme des Ski-Übungshang in Ruhpolding.
Der letzte Schnee von Bayern? Eine aktuelle Aufnahme des Ski-Übungshang in Ruhpolding. © Wolfgang Maria Weber/Imago

Fängt jetzt doch der Winter in Bayern an? Leider nein: 12 Grad in München schon am Mittwoch

Leider nein. Die Wetter-Vorhersagen des Deutschen Wetterdiensts und anderen einschlägigen Wetter-Experten sprechen eine andere Sprache. Bereits am Mittwoch (11. Januar) soll in München wieder die 12-Grad-Marke überschritten werden. Selbst einige hundert Höhenmeter weiter oben, beispielsweise am Tegernsee, werden die Temperaturen 10 Grad erreichen. Zweistellige Plusgrade Mitte Januar bis in die Alpen.

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Wetter in Bayern: Prognose bleibt frühlingshaft

Und der warme Mittwoch ist nicht etwa eine kurze Unterbrechung im Winterstart, er läutet vielmehr eine neue Warmphase ein, die vorerst andauern wird. Mehr noch: Es wird jeden Tag wärmer. In der Nacht auf Donnerstag gehen die Temperaturen im Alpenraum und im Bayerwald nochmal unter null. Tagsüber dann wieder zweistellige Plusgrade in weiten Teilen des Freistaats. Und in der Nacht auf Freitag dann gar kein Frost mehr. Nirgends. Selbst in den bayerischen Alpentälern lautet die DWD-Prognose: Plus ein Grad Minimum. Selbst für Schneekanonen ist das um 4 Grad zu warm. An dieser Wetterlage ändert sich nach aktueller Prognose bis kommende Woche nichts. Erst am Montag könnte es nach der DWD-Langzeitprognose wieder deutlich kühler werden.

Selbst für Schneekanonen viel zu warm, hier: Die Skiarena in Ruhpolding.
Selbst für Schneekanonen viel zu warm, hier: Die Skiarena in Ruhpolding. © Wolfgang Maria Weber/Imago

Wetter in Bayern: Wer jetzt wenigstens auf Sonne hofft... schwierig

Wer jetzt wenigstens auf ein paar Sonnenstunden hofft, wird am ehesten am Donnerstagmorgen in Alpennähe fündig. Auch am Samstag könnte es etwas heller werden. Abgesehen davon bestimmen dicke, graue Wolken das Bild am bayerischen Himmel. Aus denen fallen teils schauerartige Regengüsse. Dazu weht starker, teils stürmischer Westwind.

Bienen leiden unter milden Temperaturen

Nicht nur für Wintersportler, auch für unsere fleißigsten Nutztiere, den Bienen, ist die aktuelle Wetterlage belastend. Die werden nämlich bei Temperaturen über 10 Grad wach. Die Königin legt Eier, obwohl sie sich erholen sollte, die Arbeiterinnen suchen Futter, das sie im Januar freilich nirgends finden.

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