Corona-Regeln rund um München

Wirte und Friseure verzweifeln an 3G-Regel - „Dafür braucht man eigenen Studiengang“


Eintritt mit dem Impfausweis: Beim Erdinger Weißbräu kontrolliert das Personal.
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Eintritt mit dem Impfausweis: Beim Erdinger Weißbräu kontrolliert das Personal.

Rund um München verzweifeln Wirte und Friseure an der 3G-Regel. Eigentlich klingt sie so schön einfach - doch vieles ist einfach nicht geklärt. Zum Beispiel - wer kontrolliert eigentlich?

Erding - Sobald die Menschen einen geschlossenen, öffentlichen Raum betreten, greift die 3G-Regel. Jeder Eintretende muss geimpft, getestet oder genesen sein. So weit klingt das alles sehr einfach. Doch in der Praxis zeigt sich, dass vieles nicht geklärt ist und Gastronomen sowie andere Dienstleister täglich an dem Regel-Chaos scheitern. Ein Besuch in Erding zeigt die Probleme.

So Beispielsweise in im Weißbräu in Erding. Um die Kontrollen zu regeln, hat Wirt Mario Pianka im Erdinger Weißbräu und im Gasthaus Zur Post Tafeln aufgestellt, die auf die 3G-Regeln hinweisen. Doch wie die Kontrollen offiziell auszusehen haben, darüber herrsche noch Unklarheit, sagt Pianka. Zudem glauben viele, dass die 3G-Regel viele Gäste von Restaurants fernhält.

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Ein Eisdielenbetreiber in Erding beobachtet bereits am Tag eins weniger Besucher. Beim Thema Kontrolle der 3G-Regel herrschen in der Eisdiele auch nur große Fragezeichen. Beispielsweise die QR-Codes, wenn jemand den eines anderen vorzeigt, sagen wir, als Screenshot am Handy - soll dann der Wirt per Ausweiskontrolle nachprüfen? Unklar. „Mittlerweile muss man einen Studiengang belegen, um bei den ganzen Regeln durchzublicken“, sagt der Eisdielen-Chef.

Tatsächlich müssen die Wirte nicht kontrollieren. Das übernimmt laut Behörden Polizei und Ordnungsamt.

Ähnlich hart treffen die Regeln das Friseur-Gewerbe. Im Friseursalon Backstage Hairdesign in Erding ist man nicht begeistert von den neuen Regeln. Fünf Kunden hätten am Montag ihre Termine abgesagt, berichten die beiden Inhaber Lucas Lopez und Ali Shafienasab. Weitere sechs Kunden seien einfach nicht gekommen – unentschuldigt. Die ganze Story lesen Sie auf Merkur.de, ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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