Feuer: Frau rettet sich mit Sprung vom Balkon

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Die Flammen fraßen sich in Windeseile durch die Wohnung. Die Bewohnerin musste sich mit einem Sprung vom Balkon retten.

Fürstenfeldbruck - Mit einem beherzten Sprung aus dem 1. Stock rettete sich eine Bruckerin vor den Flammen in ihrer Wohnung. Ein Feuerwehrmann fing sie auf. Der Schaden beträgt rund 150 000 Euro.

So eine Situation hatte Brucks Stadtbrandinspektor Christian Leis in seinen 30 Jahren als aktiver Feuerwehrmann noch nie erlebt. Die Flammen im ersten Stock eines Wohnhauses an der Albrecht-Dürer-Straße breiteten sich so rasend schnell aus, dass er der Bewohnerin raten musste, einfach zu springen.

Die 44-Jährige hatte sich vor Qualm und Hitze auf den Balkon geflüchtet. Nun nahm sie all ihren Mut zusammen, kletterte über die Brüstung, hangelte sich soweit es ging nach unten und ließ sich dann fallen. 1,8 Meter weiter Richtung Boden fing Christian Leis sie auf. Beide fielen hin, kamen aber ohne nennenswerte Blessuren davon.

Wohnungsbrand in Fürstenfeldbruck - dramatische Rettung

Die Frau hatte in der Nacht auf Samstag längst geschlafen, als die Nachbarn aus dem Erdgeschoß sie alarmierten. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Andreas Lohde war der Brand im Treppenhaus ausgebrochen. Dort seien elektrische Küchengeräte gelagert worden. Nach bisherigen Ermittlungen der Kripo könnte eines von ihnen das Feuer verursacht haben.

Als die 44-jährige Frau im 1. Stock geweckt wurde, brannte das Treppenhaus bereits lichterloh. Der Weg nach unten war ihr also versperrt. Auch in ihrer Wohnung war sie bald nicht mehr sicher. Die Flammen fraßen sich schließlich durch die Eingangstür. Dann, so Einsatzleiter Leis, ging alles sehr schnell. In Windeseile hatte sich das Feuer in der ganzen Wohnung ausgebreitet. Als die Feuerwehren Bruck und Emmering kamen war klar, dass die Flammen binnen kurzem auch auf den Balkon übergreifen würden.

Erst galt es die Bewohnerin zu retten. Danach starteten die Feuerwehrleute einen schnellen und massiven Löschangriff von Innen und Außen auf das brennende Haus. Sie brachten die Flammen schnell unter Kontrolle und konnten so verhindern, dass sie auf den Dachstuhl übergriffen.

Der Sachschaden ist trotzdem hoch. Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord gibt ihn mit rund 150 000 Euro an.

Sabine Kuhn

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