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Sirenen heulen: Spektakulärer Unfall am Wolfratshauser Berg – Großaufgebot vor Ort

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Von: Carl-Christian Eick

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Feuerwehr Unfall Wolfratshausen Icking
Der Mini-Van der Marke Hyundai durchbrach am frühen Sonntagmorgen im Baustellenbereich eine Holzabsperrung und stürzte rund acht Meter tief auf den darunter verlaufenden Streckenabschnitt der B 11 zwischen Wolfratshausen und Ickin © Sabine Hermsdorf-Hiss

Ein spektakulärer Unfall am Wolfratshauser Berg hat zwei Schwerverletzte gefordert. Die Ursache ist noch ungeklärt.

Wolfratshausen – Gleich mehrere Schutzengel hielten am Sonntagfrüh im Morgengrauen ihre Hände über einen 69-Jährigen und dessen 60 Jahre alte Ehefrau. Der Mann verlor auf der Serpentinen-Strecke am Wolfratshauser Berg die Gewalt über seinen Pkw. Der Mini-Van der Marke Hyundai kam nach einer scharfen Kehre bergaufwärts im Baustellenbereich nach rechts von der Bundesstraße ab, durchbach eine Holzabsperrung und stürzte rund acht Meter tief auf den darunter verlaufenden Abschnitt der Bundesstraße 11. Beide Auto-Insassen, die laut Polizei „im Raum Geretsried“ wohnen, erlitten bei dem spektakulären Unfall schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte das Ehepaar nach der Erstversorgung vor Ort in umliegende Kliniken.

Sirenen heulen: Spektakulärer Unfall am Wolfratshauser Berg - Großaufgebot vor Ort

Gegen 5.30 Uhr heulten am Sonntagmorgen in der Loisachstadt die Sirenen: Nur Minuten später waren rund 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Weidach am Unfallort, es folgten gut zwei Dutzend Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen, weitere Unterstützung kam von der Feuerwehr Dorfen. „Die Beifahrerin hatte sich bereits selbst aus dem Fahrzeugwrack befreien können, der Fahrer war im Wagen eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt“, berichtet Einsatzleiter Robert Buxbaum, Kommandant der Weidacher Wehr.Die Feuerwehren stabilisierten den Hyundai mit Steckleitern und Gurten, schließlich konnte der Unfallfahrer aus seiner Notlage befreit werden.

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„Die beiden Fahrzeug-Insassen haben Riesenglück gehabt“, bilanzieren Buxbaum und der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen, Andreas Bauer. Mutmaßlich rettete die Tatsache, dass der Hyundai nach acht Metern freiem Fall mit der Front auf dem Asphalt aufschlug, dem Ehepaar das Leben. Wenn sich der Mini-Van in der Luft gedreht hätte und auf dem Dach aufgeprallt wäre – „das hätte ganz, ganz böse enden können“, sagt Buxbaum. Gegen 7.30 Uhr war der Einsatz für alle Rettungskräfte beendet.

Polizei Wolfratshausen: Unfall auf Serpentinen-Strecke - Alkohol war nicht im Spiel

Noch ist nicht ermittelt, warum der Pkw-Fahrer, der von Wolfratshausen in Richtung Icking unterwegs war, das heißt, den Wolfratshauser Berg hinauffuhr, die Gewalt über seinen Wagen verlor. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 69-Jährige nicht zu schnell, so Hauptkommissar Hans-Jürgen Döring von der Polizeiinspektion Wolfratshausen gegenüber unserer Zeitung. Auch Alkohol war bei dem Unfall laut Döring nicht im Spiel. Fest steht: Der Hyundai ist ein Fall für die Schrottpresse, an dem Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 30 000 Euro.

Wolfratshausen: Derzeit laufen an dem B11-Abschnitt Sicherungsarbeiten

Wie mehrfach berichtet lässt das Staatliche Bauamt Weilheim derzeit am Wolfratshauser Berg Sicherungsarbeiten durchführen. Auf rund 50 Metern Länge wird eine sogenannte Betonankerwand errichtet. Diese Stützkonstruktion aus Betonfertigteilen „wird mittels Ankern im anstehenden Fels gesichert und dient der Sicherung der Bundesstraße im steilen Gelände“, so das Staatliche Bauamt in einer Pressemitteilung. Ab nächsten Mittwoch, 4. April, müssen die Arbeiter aber eine Zwangspause einlegen: „Lieferschwierigkeiten bei Stahlträgern führen zu einer zwei- bis dreiwöchigen Bauunterbrechung.“ Der Fahrzeugverkehr wird in dieser Zeit mittels Ampeln in beiden Fahrtrichtungen an der Baustelle vorbeigeführt. (cce)

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