Eröffnungstermin steht noch nicht fest

XXX Lutz in Wolfratshausen: Es regen sich Zweifel

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Gespenstisch mutet die Eingangshalle des ehemaligen Möbel Mahler an. Wann hier wieder Leben einkehrt, ist weiter offen.    

Der Branchenriese aus Österreich, XXX Lutz, wird in Wolfratshausen ein Möbelhaus und eine Mömax-Filiale eröffnen. Beim Blick auf das ehemalige Möbel-Mahler-Areal am Hans-Urmiller-Ring regen sich allerdings Zweifel, ob das zeitnah geschehen wird. 

WolfratshausenAber: Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits 120 Mitarbeiter eingestellt. Wann sie loslegen können, steht jedoch noch nicht fest.

Die großen Schaufensterscheiben sind blind. Alte Werbebanner, die besondere Angebote von Möbel Mahler anpriesen, liegen zerfleddert auf dem nackten Betonboden in der Immobilie. Auf dem Parkplatz vor dem Gebäude haben sich tiefe Löcher gebildet. Seit der Schließung des Mahler-Einrichtungshauses im Wolfratshauser Gewerbegebiet 2015 ist das Gebäude weitestgehend sich selbst überlassen worden. Der neue Eigentümer des Komplexes, die XXX Lutz-Firmengruppe, hat bislang laut Pressesprecher Volker Michels „nur vereinzelte Bauarbeiten vorgenommen“. Die notwendigen großen Umbauten stehen noch bevor: So soll zum Beispiel „ein neues und technisch hochmodernes Lagergebäude“ entstehen.

Von der markanten Glasfront verabschieden sich die Österreicher: „Wir planen eine völlig neue Fassadenkonzeption“, berichtet Michels im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch das Gebäudeinnere erhält eine neue Optik: „Neue Fußböden werden in verschiedenen und trendigen Materialien verlegt. Die Elektrotechnik wird auf den aktuellen Stand gebracht. Das Haus wird für unsere Kunden angenehm klimatisiert werden“, zählt Michels auf. Die Verkaufsräume werden nach seinen Worten in „trendige Wohnraum-Kojen“ aufgeteilt, die nach Farb- und Themenwelten unterteilt sind. Diese sollen durch LED-Lichttechnik „stimmungsvoll und energieeffizient“ ausgeleuchtet werden, kündigt der Unternehmenssprecher an. Kurzum: „Das komplette Gebäude wird auf XXX L-Standard gebracht.

Es gibt noch viele Jobs

225 Stellplätze für die Kunden entstehen in einem Parkhaus, das noch auf der gegenüberliegenden Straßenseite in die Höhe wachsen muss. Alle genannten Maßnahmen sollen „demnächst“ angegangen werden: „Wir befinden uns derzeit in der Ausschreibungs- und Freigabephase.“ Wann genau die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest. Das bedeutet: „Es können noch keine Eröffnungstermine genannt werden.“

Sobald die Filialen von XXX Lutz und der Unternehmenstochter Mömax ihre Pforten öffnen, arbeitet ein 270 Köpfe starkes Personal am Standort Wolfratshausen. Auf die Ausschreibung von verschiedenen Stellen im Verkaufs-, Gastronomie- und Logistikbereich erreichte den Möbelriesen eine Welle an Bewerbungen. „Über 1000 Personen haben sich beworben“, verrät Firmensprecher Michels. Ein Großteil der Jobs ist trotzdem noch zu haben. „Wir suchen noch Fachberater im Verkauf, Kellner für unser Bedienungsrestaurant, Lagerfachkräfte sowie Möbel- und Küchenmonteure.“ 100 Mitarbeiter und 20 Auszubildende haben laut Michels bereits gültige Arbeitspapiere unterschrieben. Derzeit werden sie bei XXX Lutz in Aschheim im Landkreis München beziehungsweise im Logistik-Servicecenter des Möbelanbieters in Anzing (Landkreis Ebersberg) eingearbeitet. Außerdem durchlaufen sie die unternehmenseigene Schulungsakademie. „Dabei geht es um die neuesten Trends und Produkte, 3 D-Planungen, Kundenberatung und -service und um die fachgerechte Möbelmontage“, erklärt der Pressesprecher. Jeder Mitarbeiter wird durchschnittlich zehn Tage pro Jahr weitergebildet. Die Auszubildenden erhalten zusätzlich zum Unterricht in der Berufsschule und zur praktischen Ausbildung im Betrieb interne Schulungen und persönliche Coachings.

Dominik Stallein

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