Katalonien: Madrid will Regionalregierung absetzen

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Neubiberger nehmen Abschied

"Yannik, wir vermissen dich"

Neubiberg - Weiße Luftballons steigen in den Himmel auf. An viele haben die Kinder der Grundschule Neubiberg Abschiedsgrüße an ihren verstorbenen Klassenkameraden Yannik gehängt.

Der Achtjährige war bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.

Die Klassenkameraden von Yannik haben Abschied genommen.

Frieden in der Welt - darum ging es am Donnerstag beim „Peace one Day“-Tag an der Grundschule Neubiberg. Doch im Mittelpunkt stand vor allem, Frieden mit sich selbst und mit dem Unglück zu schließen. Denn der Tod des achtjährigen Yannik hat alle in der Gemeinde tief erschüttert. Auf der Schulversammlung nahmen Yanniks Klassenkameraden und Lehrer noch einmal Abschied von dem Achtjährigen. Winfried Ploch, Religionslehrer und Pastoralreferent der katholischen Pfarrgemeinde, sprach mit den Kindern ein kurzes Gebet. Darin erwähnte er auch Gefühle von Hilflosigkeit und Schmerz, die Yanniks Tod hinterlassen haben.

Am Donnerstag haben Familie und Freunde den Achtjährigen auf dem Neubiberger Friedhof beigesetzt. „Die Kirche war voll, es war sehr bewegend“, sagt Zweiter Bürgermeister Hartmut Lilge. Im Namen der Gemeinde hat er einen Trauerkranz auf Yanniks Grab abgelegt. Auch einige Feuerwehrleute, darunter Kommandant Markus Hardi, waren gekommen. Den Helfern ging der tragische Unfall des Buben sehr nahe. Sie versuchten Yanniks Leben mit aller Macht zu retten, konnten ihn aber nur noch tot im eigenen Elternhaus bergen.

Die Kinder, die mit Yannik in eine Klasse gingen, wurden nach dem Unglück vom Kriseninterventionsteam betreut. Jeder von ihnen hat einen Zettel geschrieben mit einem Abschiedsgruß. „Tschüß Yannik, wir vermissen dich“, steht auf einem. Darunter prangt ein schwarzes Kreuz. An Luftballons gebunden, sind es die letzten Grüße, die sie Yannik mit auf den Weg in den Himmel geben.

Viele der Kinder können den Tod des Freundes noch nicht begreifen. Es scheint, als seien sie zum Alltag zurückgekehrt, sie lachen und toben auf dem Pausenhof. Doch etwas ist anders. Denn Yannik wird für immer in ihrer Mitte fehlen. Und das spüren auch die Schüler, die gestern noch lange ihrem Luftballon hinterherschauten, bis er am Himmel nicht mehr zu sehen war.

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