Zoll stoppt illegale Müllausfuhr nach Afrika

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Ein Teil des Schrotts.

Garching - Gefährlichen Müll nach Afrika zu schaffen, statt ihn zu entsorgen - das spart Geld. Es sei denn, der Zoll schlägt zu. Dann kann's teuer werden für die Schlaumeier.

Einen ausgebrannten Omnibus und zwei Kleintransporter, beladen mit ausrangierten Elektrogeräten, haben Zöllner des Zollamts Garching-Hochbrück sichergestellt. Der Schrott, falsch deklariert, sollte illegal nach Afrika geschafft werden; um Kosten für die Entsorgung zu sparen, meldet der Zoll. Bei der Prüfung der Ausfuhranmeldungen hatten die Beamten bei zwei Münchner Firmen abfallrechtliche Verstöße festgestellt. Eine Firma wollte einen Omnibus exportiern. Dieser war aber im Bereich des Motors und Getriebes derart ausgebrannt, dass er nur noch zu Schrott und damit zu Abfall erklärt werden konnte.

Die ebenfalls sichergestellten Kleintransporter waren von einem anderen Exporteur mit Kühlschränken beladen worden, die teilweise mit dem verbotenen Kältemittel R 12 gefüllt waren. „Die FCKW-haltigen Kühlschränke, die aus chemikalienrechtlicher Sicht nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen, müssen nun auf Kosten der Exporteure fachgerecht entsorgt werden“, sagt Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts München. Illegaler Abfallexport kann mit einer Geldbuße bis zu 100 000 Euro oder bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden. gü

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