Großeinsatz in Zorneding

Schlägerei in Asylbewerberheim

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Im ehemaligen Nobelhotel "Eschenhof", in dem seit Kurzem Asylbewerber untergebracht sind, ist es am Wochenende zu diversen Tätlichkeiten unter den Bewohnern gekommen.

Zorneding - Chaotische Zustände herrschten am Wochenende vor dem Asylbewerberheim „Eschenhof“ in Zorneding. Unter den Bewohnern war es offensichtlich mehrfach zu Schlägereien gekommen.

Was genau geschehen ist, lässt sich bislang nur schwer rekonstruieren. Die Polizei hat Schwierigkeiten, aufgrund der Sprachbarrieren das Geschehen zu klären. Fakt bist: In der Nacht auf Montag kam es in und im Umfeld einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, auch in der Nacht zuvor soll es schon Tätlichkeiten gegeben haben.

Das Jugendamt der Stadt München, das sich um einen Großteil der in Bayern ankommenden minderjährigen Asylbewerber kümmern muss, hat in Zorneding (Kreis Ebersberg) ein Hotel angemietet, um dort rund 60 Flüchtlinge, vorwiegend aus Eritrea und Syrien, aufzunehmen.

Dabei sollen im Innern des Hotels auch Stühle geflogen sein. Dann soll ein aus Libyen stammende Jugendlicher vor ihn verfolgenden Eritreern in ein Gasthaus geflohen sein. Das Personal ging der Ebersberger Zeitung zufolge dazwischen, sie konnten demnach einen der Verfolger festhalten, die restlichen flohen. In der Gemeinde ist man ungehalten über die Zustände. Anwohner zitierten noch in der Nacht den Zornedinger Bürgermeister Piet Mayr vor Ort. Der Zornedinger Gemeindechef Daniel Kommnick erklärt der tz: „Man hat am 1. Oktober die Jugendlichen hier untergebracht und erst zwei Stunden vorher die Behörden vor Ort informiert.“ Kommnick kritisiert, dass man von zehn Betreuern gesprochen habe, nur drei seien aber anwesend. Außerdem liege keine Genehmigung für die Einrichtung vor.

Die Regierung von Oberbayern bestätigt, dass das Genehmigungsverfahren noch laufe. Allerdings liegt sehr wohl eine Genehmigung für die Hotelnutzung vor, woanders müssen Flüchtlinge in Turnhallen schlafen.

Das Jugendamt der Stadt München sowie die Polizei äußerten sich bis Montag Abend nicht zu den Vorfällen in der Unterkunft.

J. Welte

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