Bundespolizei vermutet Vandalismus

Zerstörte Oberleitung beschädigt Züge: 200.000 Euro Schaden

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Die defekte Schleifleiste der Werdenfelsbahn.

Fatale Kettenreaktion auf der Zugstrecke München - Mittenwald: Eine beschädigte Oberleitung bei Possenhofen hat zahlreiche Regionalzüge und S-Bahnen beschädigt. Jetzt ermittelt die Bundespolizei, denn: „Es sieht nach Vandalismus aus.“

Possenhofen - Als der Schaden auffiel, waren bereits zahlreiche Züge betroffen: Auf der Strecke München - Mittenwald wurde bei Possenhofen eine Oberleitung mutwillig zerstört, die wiederum beschädigte die Stromabnehmer vieler Regionalzüge und S-Bahnen. Die Bundespolizei spricht von einem Sachschaden von über 200.000 Euro.

Auch am Donnerstag kommt es zu mehreren Zugausfällen und Verzögerungen bei der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen München und Garmisch-Partenkirchen bzw. Reutte in Tirol. 

Auslöser des Schadens noch unklar

Wie es zu dem Schaden kam, war zunächst unklar. „Es sieht allerdings nach Vandalismus aus“, sagt Petra Wiedmann, Pressesprecherin der Bundespolizei München. Fest steht, dass an einer Stelle der Oberleitung eine Aufhängung riss, so dass die Stromabnehmer der durchfahrenden Regionalzüge und S-Bahnen an der sogenannten Schleifleiste – dem Kontakt zwischen Fahrzeug und Oberleitung – beschädigt wurden. Später fand die Bundespolizei den Auslöser: Im Bereich Niederpöcking wurde ein Gegenstand gefunden, der nach ersten Erkenntnissen durch bisher unbekannte Täter mutwillig in die Oberleitung gebracht worden ist. 

Bahn bittet um Verständnis

Da der Vorfall zunächst nicht bemerkt worden war, fuhren die Züge am Mittwoch noch bis 18 Uhr weiter. Erst dann wurde der Verkehr im Abschnitt zwischen Starnberg und Tutzing unterbrochen, um die Oberleitung zu reparieren. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Die Reparaturen der beschädigten Fahrzeuge werden laut Informationen der Deutschen Bahn jedoch noch den kompletten Donnerstag andauern. 

Die Bahn bittet die Zugreisenden derweil um Versändnis. „Wir bemühen uns, die Fahrzeuge so schnell wie möglich wieder zum Einsatz zu bringen und hoffen, dass wir morgen im Laufe des Tages überall wieder planmäßig im Werdenfels unterwegs sein können“, heißt es in einer Mitteilung.

Damit müssen Bahnreisende am Donnerstag rechnen:

Daher müssen Reisende im Werdenfels mit folgenden Beeinträchtigungen im Zugverkehr rechnen: Keine Züge, sondern Busse fahren auf den Strecken Murnau bis Oberammergau sowie Garmisch-Partenkirchen bis Reutte, ebenso sind im Abschnitt Garmisch-Partenkirchen bis Mittenwald teilweise Ersatzbusse im Einsatz. Auf der Hauptstrecke München bis Garmisch-Partenkirchen kann der Zugverkehr mit eingeschränkter Kapazität durchgeführt werden. Das heißt: Es fahren unter anderem zwei Doppelstockzüge als Ersatz.

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