50-Jährige touchierte zuerst Sattelzug

Unfallopfer läuft auf A9: Von Transporter erfasst

Allershausen - Zwei Menschen sind am Freitag in der Früh bei einem Auffahrunfall auf der A 9 in Fahrtrichtung Nürnberg-München schwer verletzt worden.

Zwei Schwerverletzte forderte ein Unfall am Freitag früh auf der A 9 zwischen Allerhausen und Pfaffenhofen: Die 50-jährige Fahrerin eines Twingo war aus dem Wrack ihres Pkw gestiegen und sofort vom Gegenverkehr erfasst worden. Sie wurde lebensgefährlich verletzt, ihr Mann erlitt schwere Verletzungen.

A9: Schwerer Unfall bei Allershausen

Wie die Verkehrspolizei mitteilte, hatte die Renault-Fahrerin aus noch unbekannter Ursache einen Sattelzug touchiert. Die Frau aus dem Landkreis Weißenburg verlor danach die Kontrolle über ihr Auto. Der Pkw kam nach links von der Fahrbahn ab, prallte in die Mittelleitplanke, schleuderte zurück gegen den Lkw und blieb dann auf der linken Spur liegen. Als die Fahrerin das Wrack verlassen wollte, wurde sie von einem nachfolgendem Opel Kleintransporter erfasst, der das Wrack des Twingo auch noch streifte. Die Frau schleuderte auf die Fahrbahn und erlitt dabei schwerste Verletzungen (unter anderem an den Beinen). Sie zog sich zudem ein schweres Schädel-Hirntrauma zu. Ihr 71-jähriger Ehemann wurde schwerverletzt (Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung) und musste von den Einsatzkräften der Feuerwehren Schweitenkirchen und Allershausen aus dem Wrack des Twingo herausgeschnitten werden.

Die beiden schwerverletzten Eheleute wurden mit dem Rettungshubschrauber und per Notarztwagen in Münchner Krankenhäuser abtransportiert. Der Lastwagenfahrer und der Fahrer des Kleintransporters blieben bis auf einen Schock unverletzt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf nach ersten Schätzungen der Verkehrspolizei rund 15 000 Euro. Zur genauen Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Landshut ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben. An der Unfallstelle, die wegen der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme und den Aufräumarbeiten immer wieder kurzfristig total gesperrt werden musste, kam es während des gesamten Vormittags zu kilometerlangen Stauungen.

Wolfgang Schnetz

Rubriklistenbild: © Thomas Gaulke

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