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1.000 Demonstranten protestieren und zeigen Solidarität mit der Ukraine

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Ein blau-gelbes Flaggenmeer: Am Samstag demonstrierten gut 1000 Menschen am Odeonsplatz gegen den russischen Angriff auf die Ukraine und gedachten der Opfer der Kämpfe.
Ein blau-gelbes Flaggenmeer: Am Samstag demonstrierten gut 1000 Menschen am Odeonsplatz gegen den russischen Angriff auf die Ukraine und gedachten der Opfer der Kämpfe. © MARKUS GÖTZFRIED

Die Schreckensbilder von getöteten Zivilisten aus Butscha und anderen ukrainischen Städten gingen in der vergangenen Woche um die Welt. In München fand eine Demo für den Frieden in der Ukraine statt.

München – Die Wut ist angesichts der brutalen Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung groß, die Angst vor weiteren Massakern ist bei vielen am Samstag allgegenwärtig. Am Samstagnachmittag versammelten sich unter dem Motto „Frieden in der Ukraine“ Teilnehmer zu einer Demo am Odeonsplatz.

An die Opfer erinnern die Demonstranten mit Bildern von Leichen, die auf Schildern hochgehalten werden. Zunächst halten die Demonstranten eine Schweigeminute ab. Dann singt eine Frau auf Ukrainisch. Eine Demonstrantin übersetzt: „Es geht um die ukrainische Liebe, um Freundschaft und darum, dass wir alle eine große Familie sind.“

München: Viele Demonstranten gehen mit der EU hart ins Gericht

Viele der Münchner, die sich auf dem Odeonsplatz versammelt haben, sind mit Ukraine-Fahnen gekommen, die sie sich umgehängt haben, zudem wird eine riesige EU-Flagge geschwenkt. Dennoch gehen viel mit der Europäischen Union hart ins Gericht. Sie fordern von den europäischen Staaten nicht nur ein Öl- und Kohle-Embargo gegen Russland, sondern auch eine Liefersperre von Gas aus Russland.

Teilnehmerin aus der Ukraine: „Ich will, dass das Töten aufhört“

Olena Voigt ist eine der Teilnehmerinnen der Demonstration. Sie stammt selbst aus der Ukraine und lebt bereits seit fünf Jahren in Deutschland. Im Arm hält sie ein aus Stoff geformtes Baby. Es ist blutrot angemalt – damit will sie auf die besonders schwierige Situation der Kinder in ihrem Heimatland aufmerksam machen. „Es soll ein Symbol für die vielen getöteten Kinder sein“, erklärt sie. „Ich will, dass das Töten aufhört.“

Ein weiterer Demonstrant ist Jonas Palm. Er ist zum Studieren aus Estland nach Deutschland gekommen und sehr betroffen von der russischen Attacke auf die Ukraine. Er sagt: „Der Krieg trifft auch uns ins Herz. Wir könnten die Nächsten sein und haben auch eine historische Verbindung zu Russland und der Ukraine. Deshalb bin ich hier.“

Etwa 12.000 ukrainische Flüchtlinge wurden der Stadt München vom Freistaat angekündigt. Der Leiter des Ukraine-Krisenstabs muss zahlreiche Herausforderungen meistern. (Peter Schlingensief) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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