Große Diebestour

14 Einbrüche- doch der Verdächtige schweigt

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Auch sein Anwalt konnte Zdzislav K. (51) nicht zum Geständnis bewegen. 

München - Mit steinerner Miene hört sich Zdzislav K. (51) die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft an. Er soll zwischen dem 8. August und dem 25. Oktober 2013 eine große Diebestour gestartet haben, um sich selbst zu bereichern.

14 Fälle in München listet die Anklage – demnach ist K. etwa in der Wörthstraße, Barer Straße, Milbertshofener Straße und dreimal in der Winterthurer Straße vorwiegend in Lotto-Läden eingebrochen. Dort hat der polnische Bauhelfer mutmaßlich nicht nur alle Wertgegenstände mitgenommen, sondern auch nahezu alle Lagerbestände. Per Schraubenzieher oder Brecheisen soll er jeweils durch Fenster oder Türen eingedrungen sein und Beleuchtungen, Bewegungsmelder und Alarmanlagen geschickt manipuliert haben. In Kunststoffsäcken transportierte er sein Diebesgut danach laut Anklage ab. Insgesamt rund 160.000 Schaden soll Zdzislav K. (51) durch seine Taten verursacht haben.

Er selbst wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Annähernd zwei Stunden lang redeten seine Anwälte auf ihn ein und versuchten ihn von einem Rechtsgespräch mit dem Richter zu überzeugen. In diesem nicht unüblichen Prozedere kann der Angeklagte gegen ein Geständnis mit einer geringeren Strafe rechnen – im Gegenzug ist das Verfahren wesentlich schneller abgeschlossen. Zdzislav K. (51) aber lehnte beharrlich ab. Nun wird der Prozess vorerst ausgesetzt – und K. bleibt weiter in Haft.

Andreas Thieme

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