Wir lieben München, aber...

16 Dinge, die Münchner nerven

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München ist eine schöne Stadt, aber manche Dinge nerven einfach...

München - Volle S-Bahnen, teure Mieten oder grantige Menschen. In einer Großstadt wie München gibt es quasi zwangsläufig eine Menge Dinge, die die Menschen nerven. Wir haben Ihnen ein Best of zusammengestellt - manches eher ironisch, manches mit durchaus ernstem Hintergrund.  

1. Schon mal versucht, an einem Freitag oder Samstagabend ohne Reservierung ins Restaurant zu gehen? Zumindest in den innenstadtnahen Vierteln muss man romantische Abendessen oder gesellige Runden weit im Voraus planen.   

2. Der liebe Nahverkehr, mit dem hat's der Münchner schwer: Ein 20- oder sogar 40 Minuten-Takt ins Umland, nachts fährt (gefühlt) überhaupt nichts. Einer Millionenstadt irgendwie unwürdig. Und kaum fällt ein Blättchen Herbstlaub oder eine Schneeflocke, kommt das Lieblingsthema des ÖPNV-Nutzers: Verspätungen.   

3. In München gibt es Regeln und vor allem Verbote für quasi alles, und der Münchner mag's auch wohlgeordnet. Aber grillen, das würde man dann schon gerne auch anderswo als nur am Flaucher und den wenigen anderen überfüllten Brutzel-Zonen.  

4. In München wird viel gebaut. Aber seien wir mal ehrlich - schön ist was anderes. Immer gleiche Schuhschachtel- und Glaskasten-Architektur ersetzt viel zu oft historische Bausubstanz - oft müssen auch noch Bäume weichen. Aber schon klar, es gibt ja schließlich den Englischen Garten.  

5. Trotz Anwohnerparken und Co: Die meisten Kilometer schafft sich der Münchner bei der Parkplatzsuche drauf. Immer schön um den Block ...

Nahkampf beim Einlass ins Zelt - das muss man mögen...

6. Die Wohnungssuche bringt selbst den hartgesottensten Münchner früher oder später zur Verzweiflung: Bei Massenbesichtigungen wird man wahlweise durch ranzlige Wohnklos geschleust oder übertrieben aufpolierte Luxusbuden mit Videogegensprechanlagen, die kein Mensch braucht. Kommt man als Mieter überhaupt in Frage - Selbstständige, Alleinerziehende, Migranten oder Studenten sind somit raus - darf man unverschämt teure Provisionen hinblättern. Dafür, dass der Makler die Tür aufsperrt und den Zettel mit der Selbstauskunft einsammelt. Kommt man dann an den tausenden Euro Ablöse für klapprige Schrankwände vorbei und verschreckt den Vermieter weder mit Kindern noch Haustieren, hat man's vielleicht geschafft. Vorausgesetzt, man hat von alledem überhaupt etwas potenziell Bezahlbares gefunden.      

7. Es ist eine Hassliebe, die der Münchner zu "seiner" Wiesn pflegt. Zwei Wochen Ausnahmezustand in Form von überfüllten S-und U-Bahnen, Trachten-Fasching, Touristenschwärmen und menschlichen Exkrementen aller Art überall - so mancher Münchner flieht da lieber aus der Stadt. Aber ein bisschen stolz, dass so viele wegen ein bisschen Bier und Fahrgeschäften nach München kommen, ist man dann doch. Und was gibt es Schöneres als Völkerverständigung am Biertisch?

8. München ist ein Dorf - besonders deutlich zeigt sich das an den Ladenöffnungszeiten. Direkt nach Feierabend und somit kurz vor Ladenschluss in einen Supermarkt zu hetzen, gehört zum täglichen Sportprogramm. Ein Stündchen länger, das wär doch schon was... in baden-württembergischen Kleinstädten geht's ja auch.  

Dichtes Gedränge auf dem Radl-Highway entlang der Isar.

9. In einigen Biergärten ist es zum Glück bereits verboten: Immer öfter ziehen Junggesellen- und -gesellinnen-Abschiede  fast schon marodierend durch die Stadt. Dass alle anderen Menschen weder Lust auf grölende Betrunkene am Nebentisch haben, noch kleine Schnäpse oder Kondome aus einem Bauchladen kaufen wollen, scheint die lustigen Truppen, die meist extra nach München anreisen, nicht zu interessieren.   

10. Ist der Radl-Rambo  eigentlich eine spezifisch Münchnerische Gattung? Spätestens zum Frühlingsbeginn wird es für Fußgänger in München schnell lebensgefährlich, einen Radweg zu überqueren.  

11. Immer wieder erstaunlich: Menschen, die den Trubel an S- und U-Bahnhöfen offenbar so sehr ausblenden können, dass sie exakt am Ende einer Rolltreppe einfach stehen bleiben - ungeachtet dessen, dass die Treppen von hinten stetig Menschen nachschiebt. 

12. Der Ruhrpott hat seine Buden, Berlin seine Spätis: Nur in München - da gibt es wenige Kioske. Und wenn, dann müssen sie sich (bis auf Ausnahmen wie den an der Reichenbachbrücke) an die dörflichen Ladenschlusszeiten halten.

Eine von vielen Baustellen in München: Der Luise-Kiesselbach-Platz. Ist der Tunnel erst fertig, wird alles besser. 

13. München scheint die Hauptstadt der Baustellen  zu sein - umfährt man die eine, steht man garantiert an einer anderen im Stau.

14. Der Münchner Flughafen, der soll ja ein richtiger Großstadtflughafen sein. Aber wie man hinkommt, das ist eher provinziell. Oder haben Sie schon mal versucht, einem Touristen zu erklären, dass die S1 auf dem Weg dorthin geteilt wird ...

15. Dauer-Drama Kita-Platz-Suche: Ist bei Münchnern Nachwuchs unterwegs, erfahren es die Kitas meist als erstes. Immerhin setzen viele ihre Ungeborenen auf die Wartelisten, sobald der Schwangerschaftstest positiv ist. 

16. Zu guter Letzt: Liebe Zuagroaste, wir teilen unsere schöne Stadt gerne mit Euch, aber bitte, bitte, bitte  - es heißt Mass nicht Maaaaß!

Haben wir etwas vergessen? Fällt Ihnen noch etwas ein, dass den Münchner so richtig nervt. Schreiben Sie uns.   

13 Dinge, die (nur) Münchner wissen

von Myriam Siegert, Andrea Pientka, Armin Linder, Denis Huber, Florian Weiß, Gregory Straub, Jochen Lehbrink, Martina Lippl, Miriam Sahli und Ramona Weise.   

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