Juwelier Christ beklaut

16.000 Euro Beute! Dieb gesteht alles

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Ein Justizbeamter führt Rusalin S. (36) ins Gericht.

München - Er reibt sich die Glatze, rutscht unruhig hin und her. Rusalin S. (36) weiß genau, was ihm für seine acht im Frühsommer 2008 begangenen Diebstähle blüht: der Knast.

Maximal drei Jahre bietet ihm Richter Gilbert Wolf für ein Geständnis am Landgericht an. Darauf geht der Dieb zerknirscht ein – und räumt über seinen Verteidiger Axel Kollbach alle Fälle aus der Anklageschrift ein.

Einer der schlimmsten Taten fand in München statt: Mit sechs Komplizen besuchte Rusalin S. (36) den Juwelier Christ am Willy-Brand-Platz in Riem. Dort täuschte er vor, teuren Schmuck kaufen zu wollen – und lockte die Verkäuferin zu einer Vitrine. Währenddessen steckten seine Komplizen unbemerkt 20 Dia­mantringe und Ohrstecker ein – und klauten Bargeld aus dem Tresor. Schaden: rund 16.000 Euro.

„Ich war in einer finanziell schwierigen Situation“, sagt Rusalin S. zum Motiv für den Bandendiebstahl. Er selbst habe nur abgelenkt, während die anderen den Schmuck gestohlen hätten. Vier der Komplizen wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt. Gemeinsam verursachten sie insgesamt 60.000 Euro Schaden.

Auch Rusalin muss ins Gefängnis, er saß bereits in Frankreich ein. Dorthin wird er demnächst wieder ausgeliefert werden, um seine Haft zu verbüßen.

Andreas Thieme

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