165.000 Euro: Neue Glocken für Schwabing

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Domkapitular Prälat Josef Obermaier und Dekan David Theil am Sonntagmittag vor St. Ursula in Schwabing.

München - In der Sankt Ursula Kirche in Schwabing ertönen nach Monaten der Stille wieder die Kirchenglocken. Für das 165.000-Euro-Geläut wurde vier Jahre lang gesammelt.

Es ist Viertel nach zwölf am Sonntagmittag, als nach Monaten der Stille eine Glocke am Kaiserplatz und durch die Straßen von Schwabing tönt. Es ist der Klang der „Schutzengelglocke“, der ersten der vier neuen Bronzeglocken, die in den Turm der katholischen Kirche Sankt Ursula einzieht. Applaus brandet auf. Es ist ein bewegender Moment für die Kirchengemeinde. Vier Jahre lang hat sie Spenden für das neue Geläut gesammelt.

Großes Bild: Ein Kran hebt die Glocken auf den Turm.

Die ersten und die zweiten Glocken des 1897 geweihten „Schwabinger Doms“ waren dem Krieg zum Opfer gefallen. Im Juli 2010 sind dann die vier Stahlglocken, die 61 Jahre lang im Turm ihren Dienst taten, ausgebaut worden, sie waren zu schwer für den maroden Glockenstuhl. Jetzt sind sie zurück, die Marien-, Ursula-, Nikolaus- und Schutzengelglocke.

Hergestellt hat das neue, 165 000 Euro teure Geläut die Passauer Glockengießerei Perner. Zwei Mal wird jede der neuen Glocken am Sonntag angeschlagen, bevor sie der Kran langsam auf den Turm hebt. Läuft alles nach Plan, wird man das Geläut am 21. November, dem Totensonntag, wieder hören mit dem „Salve-Regina-Motiv“.

CW

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