Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer

Zweite Stammstrecke: Wo es in sechs Wochen für wen eng wird

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Der Buddel-Plan.

München - Am Marienhof rücken die Kanalbauer an. In sechs Wochen beginnen hier die Bauarbeiten für die 2. Stammstrecke. Wir erklären, wo es für wen eng wird: 

Nur noch sechs Wochen und vier Tage, dann beginnen am Marienhof schon die Bauarbeiten für den Bau der 2. S-Bahnstammstrecke – einen Monat vor dem offiziellen Spatenstich mit der Politprominenz. Dieses Jahr werden alle Leitungen, die da verlaufen, wo ab Früjahr 2018 die Mega-Baugrube des neuen S-Bahnhofes Marienhof gebuddelt wird, neu verlegt. Das bedeutet schon jetzt massive Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer. Dabei geht es auch drei großen Bäumen an den Kragen. Nur die Autofahrer dürfen ihre Parkplätze behalten! Und dann stellt die Bahn in den kommenden Tagen an der Ecke Landschafts-/Dienerstraße einen multimedialen Infopavillon über das Mega-Projekt auf, der bis zum voraussichtlichen Bauende 2026 stehen bleiben soll. Wir er erklärt, wo es für wen eng wird: 

Fußgänger: Am Mittwoch wurde dem Stadtrat der Fahrplan fürs Verlegen der Leitungen vorgestellt. In der ersten Bauphase für die 2. Stammstrecke von Anfang März bis Juli dieses Jahres wird es eine provisorische Geh- und Fahrbahn in Schrammer- und Dienerstraße geben, um die Fußgängerströme und den Autoverkehr aufrecht erhalten zu können. In der zweiten Phase sind von Juli bis Ende März 2018 neben weiteren Verlegungsarbeiten von Fernkälteleitungen in Landschaft- und Weinstraße umfangreiche Kanalbauarbeiten in Wein-, Residenzstraße und Schrammerstraße geplant.

Bäume: Drei große Platanen sorgen an der Ecke Schrammer- /Residenzstraße für Grün in der City. Sie stehen an der Stelle, wo der künftige Kanal verlaufen soll, der wiederum dem ab 2018 entstehenden Fluchttreppenhaus des S-Bahnhofes weichen muss. Stadtrats-Grüne und Bezirkssausschuss wollten die Bäume retten. Nördlich der Platanen befinden sich laut Bahn aber weitere Leitungen, sodass der Kanal auch nicht dorthin verlegt werden könne. Der Stadtrat schloss sich dieser Argumentation an. Heißt (auch gemäß Entwurf der Landschaftsarchitekten): Die Bäume kommen weg!

Radfahrer: Die Stadtwerke wollen in der Sparkassenstraße von Anfang März bis Ende August Fernkälteleitungen verlegen. Das bedeutet, dass man die erst voriges Jahr hierhin verlegte Nord-Süd-Fahrradroute vorübergehend nochmals ändern muss. Das heißt, dass die Radler wieder über Dienerstraße und Marienplatz fahren – am Hugendubel dürfen sie aber wegen der Baustelle nicht weiter. Radler müssen dann bis zum Rindermarkt schieben oder über den Viktualienmarkt ausweichen. „Zumutbar“, finden alle Parteien – außer den Grünen.

Parkplätze: Die Rathaus-Grünen hatten gefordert, dass während der Bauzeit die Parkplätze in der Schrammerstraße und der Dienerstraße am Marienhof entfallen sollen. Im Planungsausschuss wurde das gestern von der Mehrheit aus CSU und SPD abgelehnt. Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher unkt: „Dem Dallmayr zuliebe.“ Das Ansinnen der Grünen sei ideologisch, hieß es seitens der Regierungsbank. Allerdings werden während des Umbaus tatsächlich Stellplätze wegfallen, je nachdem, wann die Bauarbeiter in der Schrammer- und Dienerstraße die Fahrbahn aufreißen müssen.

2. Stammstrecke: Wo die Stadt überall aufgerissen wird

Johannes Welte, Klaus Vick

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