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20-jähriger Bahnbediensteter stirbt auf den Gleisen

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Der Bahnbedienstete war neben dem Gleis 8 stadtauswärts gegangen. © Kruse

München - Warum genau der 20-jährige Bahnbedienstete am Mittwochmorgen entlang der Gleise am Ostbahnhof lief, ist noch unklar. Traurige Gewissheit ist allerdings, dass er um 6.50 Uhr von einem passierenden Autoreisezug erfasst wurde. Er war sofort tot.

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Der junge Mann ging neben dem Gleis 8 stadtauswärts. „Möglicherweise hat er eine Abkürzung genommen“, mutmaßt ein Sprecher der Münchner Polizei. „Jedenfalls war er kein Gleisarbeiter.“ Etwa 400 Meter vor dem Bahnsteigbereich des Ostbahnhofs erwischte ihn der Zug. Da es zur Unfallzeit noch dunkel war, bemerkte der Lokführer die dunkel gekleidete Person im Gleisbereich nicht. Erst als er einen Schlag an seinem Zug wahrnahm, leitete er abrupt eine Notbremsung ein. Der Autoreisezug stand bis 8.30 Uhr am Unfallort.

Zwischen 7.15 Uhr und 7.30 Uhr war die S-Bahn-Stammstrekomplett gesperrt, was sich noch ein paar weitere Stunden auf den Fahrplanablauf auswirkte. Laut einer S-Bahn-Sprecherin hatte sich der Verkehr bis etwa 10 Uhr wieder normalisiert. Die Polizei ermittelt jetzt die näheren Umstände des Vorfalls. Die Obduktion werde ergeben, ob das Opfer betrunken war, sagte der Sprecher. Ein Gutachter soll außerdem herausfinden, was der unglückliche junge Mann auf den Gleisen tat. „Wir gehen von einem Unfall aus.“

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