20-Liter-Wasserbombe aus dem achten Stock geworfen

München - Zwei Jugendliche haben in Neuperlach aus einem 20-Liter-Müllsack eine Wasserbombe gebaut und sie aus 30 Metern Höhe geworfen. Die Tüte verfehlte nur knapp einen spielenden Sechsjährigen.

Wahrscheinlich wollten sich die beiden Jugendlichen nur einen Spaß erlauben – der hätte aber auch tödlich enden können: Zwei 14 und 17 Jahre alte Jugendliche haben am vorvergangenen Freitag laut Polizei einen 20-Liter-Müllsack mit Wasser gefüllt und aus dem achten Stockwerk auf die Straße geworfen. Die riesige „Wasserbombe“ verfehlte nur knapp einen sechsjährigen Jungen, der gemeinsam mit einer Gruppe von Kindern im Kindergartenalter vor dem Haus spielte.

Mittags um kurz nach 12 Uhr hatten die beiden Jugendlichen den mit Wasser gefüllten Müllsack an ein Fenster des Hauses an der Paul-Löbe-Straße in Neuperlach gezogen, in dem die Familie des 17-Jährigen lebt. Dann wuchteten sie die überdimensionierte „Wasserbombe“ über den Fenstersims und ließen sie knapp 30 Meter tief fallen. Über die möglichen Folgen machten sie sich offenbar keine Gedanken.

Zeugen, die gesehen hatten, wie knapp das Geschoss den spielenden Jungen verfehlt hatte, riefen die Polizei. Sie konnten den Beamten auch sagen, aus welchem Fenster die „Wasserbombe“ geworfen wurde. So ließen sich die beiden Übeltäter schnell ermitteln.

Nachdem die beiden Jugendlichen erkennungsdienstlich behandelt wurden, brachten die Beamten sie zurück zu ihren Eltern. Gegen die Jugendlichen wird nun wegen versuchter Körperverletzung ermittelt. Bislang hatten die beiden Jungs noch keinen Ärger mit der Polizei gehabt. Der sechsjährige Junge, der vor dem Haus gespielt hatte, wurde zwar nass, aber nicht verletzt.

Philipp Vetter

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