Eröffnung schon im nächsten Frühjahr

23-Stunden-Kiosk an der Freiheit genehmigt

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So soll die Münchner Freiheit mit dem grün-weißen Kiosk künftig aussehen.

München - Nicht weniger als „Deutschlands modernsten Kiosk“ will Alexander Vesely an der Münchner Freiheit eröffnen. Einen Treffpunkt mitten in Schwabing, der 23 Stunden am Tag geöffnet hat.

Nach einem fast dreijährigen Genehmigungs-Marathon durch verschiedene Ämter gibt die Stadt nun grünes Licht für das verrückte Projekt. „Es war ein langer Weg. Aber mit dem Gesamtkonzept konnten wir die Stadt überzeugen“, freut sich Vesely. Die Eröffnungsfeier soll schon im Frühjahr steigen.

Alexander Vesely in seinem Laden "Das Gaumenspiel".

Auf einer nur vier mal vier Meter großen Terrasse über der U-Bahnstation steht bald ein grün-weiß beleuchteter Kubus. Darin wird ein internationaler Kiosk Leckereien aus ganz Europa anbieten. „Wir bringen den europäischen Gedanken in den Laden. Bei uns gibt’s zum Beispiel italienischen Kaugummi, belgische Schokolade, Knabbereien aus Spanien und finnische Lakritze“, erklärt Vesely. Diese Produkte verkauft er bereits in seinem Laden Gaumenspiel in der Marktstraße.
Aber der Kubus von Alexander Vesely wird viel mehr als nur ein Kiosk. Touristen erhalten hier Stadtpläne und Infos zum Englischen Garten. Außerdem sollen hier Karten für Führungen durch Schwabing verkauft werden. Und einen Beitrag zur Sicherheit an der Trambahnhaltestelle will Vesely ebenfalls leisten: „Wir passen unsere Öffnungszeiten an den Fahrplan des MVV an. So lange Fahrgäste an der Münchner Freiheit stehen, wird auch jemand im Kiosk sein.“ Insgesamt wird der Kiosk rund 23 Stunden am Tag geöffnet sein. Mädels müssen nachts künftig also nicht mehr allein an der dunklen Haltestelle stehen. Außerdem werden alle Mitarbeiter einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren.

"Unser München": Münchner Stadtteile im Porträt

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Von außen ist der Würfel eine riesige Infotafel. „Heute Alt-Schwabinger Kinderflohmarkt“ wird dort beispielsweise zu lesen sein. Die Anwohner, allesamt Nachbarn des Schwabingers Alexander Vesely, freuen sich über den neuen Treffpunkt. „Im Laden beglückwünschen mich alle“, erzählt er. Sie bekommen im neuen Kiosk auch Steckerleis. Das gibt’s nämlich in dieser Gegend nirgends mehr zu kaufen. In den nächsten Monaten wird der Kubus in einer Halle gebaut. Irgendwann wird er dann nachts nach Schwabing transportiert und zusammengeschraubt.

Beate Winterer

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