Antrag auf Bürgerentscheid abgelehnt

3. Startbahn: Womöglich gibt es 2018 ein Ratsbegehren

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Braucht der Flughafen München eine dritte Startbahn? Der Stadtrat bleibt skeptisch.

Der Stadtrat fühlt sich weiterhin an das ablehnende Votum des Bürgerentscheids zum Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen gebunden. Den Antrag der Gruppierung Alfa, einen erneuten Bürgerentscheid zusammen mit der Bundestagswahl am 24. September durchzuführen, lehnte die Vollversammlung am Mittwoch ab.

Gleichwohl räumte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ein, dass gegebenenfalls 2018 ein neues Ratsbegehren angestoßen werde. „Aber nur, wenn es die Fluggastzahlen rechtfertigen.“ 

Der OB führt nach eigener Aussage in den nächsten Monaten Gespräche mit der Staatsregierung über die Entwicklung der Fluggastzahlen in den Jahren 2015 und 2016. „Außerdem brauchen wir eine valide Prognose für 2017.“ Reiter sagte, es sei ja nicht so, dass alle Entwicklungen am Flughafen für Expansion sprächen. 

Der OB spielte damit auf die Billig-Airline Transavia an, die im Oktober ihre Basis am Flughafen München schließen wird. Startbahngegner fühlen sich dadurch in ihrer Haltung bestätigt, dass das prognostizierte Wachstum des Flughafens so nicht eintreten wird. Die Gesellschafter der Flughafen München GmbH (Freistaat, Bund, Stadt München) haben sich darauf verständigt, die Ausbaupläne erst anzugehen, wenn alle drei Gesellschafter dafür sind. 

Lesen Sie hier: „München sollte Wien folgen“: Startbahn-Urteil in Österreichs Hauptstadt lässt aufhorchen

Klaus Vick

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