1500 Demonstranten gegen Pegida & Co.

#nomuegida: Münchner setzen Zeichen für Toleranz

Die Zahl der Gegendemonstranten war deutlich höher - mit ihrem Protest stoppten sie den "Spaziergang" der "Muegida - Muenchen"-Bewegung.

München - Insgesamt rund 1500 Menschen sind am Montagabend in München aus Protest gegen die Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ beziehungsweise "Muegida - Muenchen" auf die Straße gegangen.

Auch in Würzburg fanden sich zahlreiche Gegner von "Pegida" zu einer Gegendemonstration zusammen. Zeitgleich demonstrierten in beiden Städten rund 350 Bürger gegen eine „Islamisierung des Abendlandes“.

Am Montagabend wollten zirka 50 bis 60 Anhänger von "Muegida - Muenchen" - hinter "Muegida" mit "ue" steckt nach tz-Informationen Thomas Weiß, ein Rechtsextremist der Splitterpartei "Die Freiheit" - vom Sendlinger Tor zum Max-Josephs-Platz durch München spazieren.

Etwa 1500 Gegendemonstranten begleiteten die Veranstaltung mit Pfiffen und Sprechchören wie „Nazis raus“ und „Haut ab!“. Sie schwenkten Transparente mit Aufschriften wie „München ist bunt“ und „Refugees Welcome“. Die Gegendemonstranten stoppten unter dem Motto "#nomuegida" am Oberanger den "Spaziergang" der Islamgegner, die daraufhin ihre Veranstaltung unfreiwillig vorzeitig beendeten, wie Merkur-Reporter Moritz Homann twitterte:

Die Münchner Polizei rechnete den größten Teil der Gegendemonstranten dem bürgerlichen Lager zu, machte allerdings auch etwa 30 Personen des gewaltbereiten linken Spektrums aus, darunter Leute, die auch Steine in Richtung der Polizisten warfen. Bei der Blockade am Oberanger wurden nach Polizeiangaben zwei Polizeibeamte leicht verletzt.

Nach Beendigung der "Muegida"-Versammlung wurden deren Anhänger von Polizisten zur U-Bahn begleitet - dabei kam es zu einem weiteren Zusammentreffen, bei dem erneut drei Polizisten von gewaltbereiten Personen des linken Spektrums leicht verletzt wurden.

Insgesamt waren am Einsatz etwa 400 Beamte beteiligt. Ermittlungen bezüglich der Straftaten gegen Polizeibeamte werden eingeleitet. Nach bisherigem Stand wurden keine Versammlungsteilnehmer oder opponierende Personen verletzt.

In Würzburg demonstrierten laut Polizei rund 300 „Pegida“-Anhänger unter dem Motto „Kein Religionskrieg auf deutschem Boden“. Dagegen zogen unter dem Motto „Würzburg lebt Respekt“ mehr als 1400 Menschen durch die Stadt.

dpa/dh

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