3000 protestieren vorm Haus der Wirtschaft

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München - Mehr Geld, bessere Perspektiven für Azubis und keine Leiharbeit: Dafür sind am Mittwoch rund 3000 Menschen auf die Straße gegangen.

Rund 3000 Menschen haben am Mittwoch in München vor dem Haus der Bayerischen Wirtschaft für mehr Geld, bessere Perspektiven für Auszubildende und gegen Leiharbeit demonstriert. Mit Trillerpfeifen, Rasseln und Tröten zogen die Demonstranten im Schneegestöber vom Gewerkschaftshaus zu den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie, die sich am Nachmittag mit Vertretern der IG Metall zu Sondierungsgesprächen trafen. Außerdem protestierten Beschäftigte von Nokia Siemens Networks (NSN) gegen den angekündigten Stellenabbau.

3000 fordern Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt

3000 Menschen fordern Verbesserungen am Arbeitsmarkt

Die Gewerkschaft fordert bis zu 6,5 Prozent mehr Geld für die Arbeitnehmer. Außerdem sollen künftig noch mehr Auszubildende unbefristet übernommen werden. Leiharbeit müsse zeitlich befristet, vernünftig entlohnt werden und der Einstieg in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis sein, sagte Horst Lischka von der IG Metall München.

Die Arbeitgeber wiesen die Forderungen hingegen als „unnötig und schädlich“ zurück. „Ein Übernahmezwang für Azubis vernichtet Ausbildungsplätze“, sagte vbm-Verhandlungsführerin Angelique Renkhoff-Mücke. Kein Unternehmen könne bei Abschluss der Ausbildungsverträge wissen, ob es nach drei Jahren alle Auszubildenden unbefristet übernehmen könne. „Die Rechnung bezahlen insbesondere die Jugendlichen mit schwächeren Schulnoten“, sagte sie.

Die zahlreichen NSN-Beschäftigten durften sich unterdessen über kirchlichen Beistand freuen: „Ich frage mich, ob wirklich alles getan wurde, um die Arbeitsplätze in München zu erhalten und die Existenz der Beschäftigten zu sichern“, ließ Erzbischof Reinhard Marx mitteilen. Der Netzwerkausrüster hatte angekündigt, bundesweit 2900 Stellen zu streichen und den Standort München komplett zu schließen.

dpa

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