Trio vor Gericht

Dreiste Wiesn-Diebe: Was ihnen zum Verhängnis wurde

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Taschendieb-Trio vor Gericht: „Stiernacken“ Krzysztof K. (v. l.), „Tarnunug“ Katarzyna M. und „Bunker“ Agnieszka F.

München - Zu dritt gingen sie während der Wiesn auf Diebestour. Krzysztof K. (47), seine damalige Freundin Agnieszka F. (38) und die Bekannte Katarzyna M. (23) zeigen sich voll geständig.

Das Oktoberfest ist ein guter Ort, um sein Geld zu verpulvern. Es geht aber auch anders: Ein stiernackiger Taschendieb und seine zwei attraktiven Komplizinnen haben an einem einzigen Abend Smartphones und Bargeld im Wert von über 3200 Euro zusammengeklaut. Ein „Stundenlohn“ von rund 140 Euro für jeden! Am Freitag stand das Taschendieb-Trio vor Gericht.

Der vorbestrafte Krzysztof K. (47), seine damalige Freundin Agnieszka F. (38) und die Bekannte Katarzyna M. (23) zeigten sich voll geständig. Sie waren am Freitag vor dem Wiesn-Start 2015 von Polen aus über Köln nach München gereist. Nach eigenen Angaben wussten die beiden Frauen zunächst nichts von der geplanten Diebstahltour durchs Münchner Nachtleben. Erst am Montag weihte K. die beiden ein.

Und so ging das Trio vor: Sowohl im Weinzelt auf der Wiesn als auch später in der Diskothek Hearts und in der 089-Bar hielten die Angeklagten Ausschau nach Frauen mit Handtaschen. K. entwendete als eigentlicher Taschendieb sieben Mobiltelefone und drei Geldbeutel, wobei M. ihn abschirmte und ihm als Begleitung als Tarnung diente. F. kam die Aufgabe als „Bunker“ zu: Sie stand ein paar Meter abseits, nahm die geklaute Ware entgegen und verwahrte sie. Die beiden Polinnen trugen Dirndl, um nicht aufzufallen.

Zum Verhängnis wurden dem Trio sogenannte Taschendiebstahlfahnder. Die Spezialisten, die während der gesamten Wiesn im Einsatz sind, hatten die Angeklagten drei Tage lang im Visier. Ein Fahnder sagte, K. habe sich „auffällig unauffällig“ bewegt. Die Angeklagten hätten sich im Zelt „deliktstypisch“ verhalten: kein Bier, kein Tanz, abrupte Positionswechsel, verstohlene Blicke. Urteil folgt.

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