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36-Jähriger bricht Vater mit Besen den Schädel

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München - Mit dem Pistolenkolben hat Safet M. (36) einem Freund zwei Platzwunden am Kopf zugefügt. Safets Vater erlitt einen Schädelbruch durch einen Schlag mit einem metallenen Besenstiel.

Auslöser der Tat war die Bitte des Freundes, ihm 200 Euro zurückzugeben, gestand Safet M. vor dem Landgericht.

Der in Deutschland geborene Bosnier hatte kurz vor der Tat ein Wirtshaus aufgemacht. Am 4. Juli wurde bis frühmorgens gefeiert und dann in der Wohnung weiter gezecht. Bei der – berechtigten – Geldforderung des Schreiners Michael S. (48) flippte der Angeklagte aus, hieb ihm den Kolben auf den Kopf. Er wandte sich dann seiner Frau zu, die von seiner Gewalttätigkeit im Suff ein Lied singen kann. Vater M. eilte zu Hilfe, mit verheerenden Folgen. Safets Bruder Rifet brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Die Familie hat keine Anzeige erstattet, Rifet M. gab bei der Polizei zu Protokoll: „Im nüchternen Zustand ist er der beste Bruder der Welt, so wollen wir ihn wieder haben. Wir wollen nicht, dass er bestraft wird.“

Michael S. ging damals zur Polizei. Für den Schreiner, der in die Renovierung des Gasthauses Arbeit und Geld investierte, war die Freundschaft mit diesem Schlag beendet. Er hat Safet M., dessen Cousine er heiraten wird, vor Gericht erstmals wiedergesehen. „Wenn Safet was genommen hat, ist er wie aufgezogen“. Am Tattag hatte der Whisky, Wodka, Pils und Heroin konsumiert.

Schon als Vierzehnjähriger hat Safet M. getrunken, Drogen kamen dazu. Er ist wegen eines Rauschgiftdelikts in Verbindung mit Körperverletzung zu 20 Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden, die er jetzt neben seiner neuen Strafe wird absitzen müssen. Der Prozess dauert an.

Sarah list

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