S-Bahn München: Polizeieinsatz auf Stammstrecke - Alle Linien verspätet

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Ein Ende des Zulaufs ist nicht in Sicht

40.000 Flüchtlinge: Neuer Rekord in München

Trauriges Bild: Gestrandete Flüchtlinge müssen im Hauptbahnhof auf dem Boden schlafen.

München - Die Marke von 40 000 Flüchtlingen in München geknackt, ein Ende des Zulaufs ist nicht in Sicht. Entlang der Balkanroute sind tausende Menschen unterwegs, die nach Grenzschließungen und dem zeitweiligen Stopp der Sonderzüge immer öfter versuchen, sich auf eigene Faust durchzuschlagen.

„Das macht die Situation für uns schwer kalkulierbar“, erklärte Regierungsrätin Simone Hilgers, Sprecherin der Regierung von Oberbayern. Allein am Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland sind am Freitag von Mitternacht bis 6 Uhr früh erneut 3670 Flüchtlinge eingetroffen. Tendenz: steigend.

Am Münchner Hauptbahnhof trafen am Freitag bis 13.30 Uhr weitere 1000 Flüchtlinge ein. Der Hauptansturm setzt erfahrungsgemäß erst am späteren Nachmittag, abends und nachts ein. „Das ist das Zeitfenster, dass wir nutzen, um unsere Übergangsquartiere wieder frei zu machen. In der Nacht zu Freitag haben zum Beispiel 1600 Menschen in der Messe übernachtet, die wir dann morgens auf die Busse verteilt haben,“ so Hilgers. Die Städte Dortmund und Düsseldorf haben zugesagt, ab sofort jeden Tag einen Sonderzug mit je 500 Flüchtlingen zu übernehmen. Diese beiden Sonderzüge sollen künftig direkt nach Nordrhein-Westfalen durchfahren. Simone Hilgers: „Für diese Hilfe sind wir sehr dankbar.“

In München haben sich mittlerweile mehrere Initiativen formiert, um die Hilfe dorthin zu bringen, wo sie wirklich gebraucht wird.:

Die Homepage fluechtlingshilfemuenchen.de vermeldet topaktuell und sehr detailliert, wo welche Hilfsgüter in der Stadt gerade gebraucht werden. Auch ehrenamtliche Helfer können sich dort registrieren lassen.

Wer lieber telefonieren möchte: Unter der Städtischen Hotline für Bürgerschaftliches Engagement (089/233 48454) werden unter anderem auch alle Fragen zu Spenden jeder Art beantwortet. Das Telefon ist Montag, Dienstag, Donnerstag von 9 bis 17 Uhr, Mittwoch von 9 bis 21 Uhr und Freitag von 9 bis 15 Uhr besetzt.

Am Elisenhof gegenüber des Bahnhofsvorplatzes (Luisenstr. 4) steht ein blauer Info-Bus des Sozialreferats und des Jugendamtes, in dem man sich informieren kann, wo gerade jemand zum Anpacken gebraucht wird.

Traurige Schattenseite: Das Landesamt für Verfassungsschutz hat Erkenntnisse, dass sich radikale Islamisten an junge, unbegleitete Flüchtlinge heranmachen. Demnach wurden amtsbekannte Salafisten in den Unterkünften und auch am Münchner Hauptbahnhof bei Ansprechversuchen beobachtet. Ein bundesweit aktiver Prediger soll dazu auf seiner Facebook-Seite aufgerufen haben.

Dorita Plange

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