5000 € auf Straße gefunden: Es gab nicht mal ein Danke!

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Robert P. hatte eine Geldbörse gefunden und zur Polizei gebracht

Es war sein erster Arbeitstag – nach zwei Wochen Urlaub in Zypern.

Robert P. (48) tritt gegen 7.30 Uhr aus der Haustür und geht zur Schleißheimer Straße vor. Kurz vor der Shell-Tankstelle fällt sein Blick auf eine Geldbörse. Sie liegt mitten auf dem Gehweg. Robert P. hebt sie auf. Der Geldbeutel ist prall gefüllt: 5000 Euro in Scheinen stecken darin. Der Münchner zögert keine Sekunde, bringt den Fund zur Polizeiinspektion an der Moosacher Straße. Seitdem wartet er. Zumindest auf ein Dankeschön – vom Finderlohn ganz zu schweigen!

Der Mann, der den Geldbeutel verloren hatte, holt ihn noch am gleichen Tag bei der Polizei ab. „Er hat sich wahnsinnig gefreut, hat mir ein Polizist gesagt“, erzählt Robert P. In dem Geldbeutel waren nicht nur 5000 Euro (fünf Hunderter, neun 500-Euro-Scheine), sondern auch der Reisepass des Mannes, eine Krankenkassenkarte, EC-Karte und ein IsarCardAbo für ein Jahr.

Den gesetzlichen Finderlohn hat der Münchner noch nicht bekommen. „Der Mann hat meine Adresse, meine Telefonnummer. Gemeldet hat er sich nicht.“ Robert P. ist enttäuscht. „Mir geht es nicht ums Geld. Ein Danke hätte schon genügt.“ Dem Möbelschreiner stehen laut Gesetz 150 Euro zu, das sind 3 Prozent von Beträgen über 500 Euro. Das Geld will der Münchner nicht mal für sich selbst – er möchte es spenden: „An die Tiertafel“, sagt er. „Es gibt bestimmt eine Rentnerin, die sich freuen würde, wenn sie ihrem Zamperl ein gutes Futter kaufen könnte.“

Robert P. hatte nicht eine Sekunde daran gedacht, das Geld zu behalten. „Das wäre ja eine Straftat – und bringt Unglück.“ Der 48-Jährige glaubt, dass Ehrlichkeit ihm Glück bringt. „Wir haben mal im Urlaub viel zu viel Wechselgeld rausbekommen und es zurückgegeben“, erzählt er. „Kaum wieder daheim, hatte meine Frau einen 4er beim Spiel 77 – und wir waren um 700 Euro reicher.“

J. Mell

Quelle: tz

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