5000 Euro auf Jurij ausgesetzt

Großfahndung nach Natallias Mörder

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Als dringend tatverdächtig gilt der Russe Jurij Schakura (44). Die Polizei fahndet nach dem Russen.

München - Wo versteckt sich Jurij Schakura (44)? Seit Donnerstag hat das Landeskriminalamt 5000 Euro Belohnung auf den Russen ausgesetzt. Die Tatwaffe scheint zudem gefunden.

Seit Donnerstag hat das Landeskriminalamt 5000 Euro Belohnung auf den Russen ausgesetzt, der unter dem Tatverdacht steht, die Bardame Natallia G. (35) im Nachtclub Kapitol erstochen zu haben. Die Zielfahnder der Polizei sind ihm aber hart auf den Fersen. In der Bar wurden alle Messer sichergestellt und untersucht. Dabei wurde offenbar die notdürftig abgewaschene Tatwaffe gefunden.

Jurij Schakura wurde erst am Montag unter Auflagen aus der Psychiatrie in Haar entlassen. Im Dezember 2005 hatte er in einer Münchner Wohnung im schwer betrunkenen Zustand einem Mann ein Messer in den Bauch gestoßen. Ohne jeden Streit, einfach so. Er wurde zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, von denen er vier Jahre im Knast absaß. Danach wurde er in die Psychiatrie verlegt. „Er hat dort unter anderem eine Entzugs-Therapie gemacht“, bestätigte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. „Zwei externe, psychiatrische Gutachter kamen im Dezember zu dem Ergebnis, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.“ Jurij Schakura hatte in den vergangenen Wochen öfter Freigang, um die Rückkehr in die Freiheit zu üben - ohne Probleme. Jedoch soll er bereits mehrfach in der Nachtbar Kapitol gewesen sein, wo er ein Auge auf die schöne Natallia geworfen hatte - zuletzt am Samstag vor dem Mord.

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Als Schakura am Montag frei gelassen wurde, hatte er bereits ein Zimmer in einer Obdachlosen-Unterkunft in Lochhausen und einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma in Aussicht. Zu seinen Auflagen gehörte es, sich regelmäßig bei seinem Bewährungshelfer und zum Alkohol-Check beim Arzt zu melden.

Doch nur wenige Stunden nach seiner Freilassung randalierte Schakura gegen Mitternacht im Kapitol und beleidigte Natallia, weil die ihn abgewiesen hatte. Noch bevor die Polizei eintraf, war er verschwunden. Um 4.30 Uhr gingen alle anderen Angestellten heim. Nur Natallia blieb allein zurück. Um 5.45 Uhr wurde sie von mehreren Messerstichen durchbohrt sterbend in dem Nachtclub gefunden.

Jurij Schakura ist seitdem unauffindbar. Er meldete sich nirgendwo und hat auch sein Handy abgeschaltet.

Dorita Plange

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