5,1-Millionen-Euro-Bau für 14 Problem-Kinder!

München - Ein 5,1-Millionen-Euro-Bau für 14 Problem-Kinder? Das Jugendhilfezentrum in der Scapinellistraße gehört wohl zu den umstrittensten Einrichtungen in der Stadt. Die tz hat sich ein Bild gemacht.

Nachdem im Juni 2003 drei Jugendliche, die hier untergebracht waren, einen Nachbarn mit einer Gabel am Kopf schwer verletzt hatten, forderten viele Anwohner die Schließung des Zentrums. Doch damit konnten sie sich nicht durchsetzen. Schließlich beschloss der Stadtrat einen Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft. Dieser steht jetzt kurz vor der Vollendung.

Millionen-Bau für 14 Problem-Kinder: So sieht das Hochsicherheitsheim aus

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Wie sicher das Haus ist und welche Möglichkeiten es bietet, die Nachbarn künftig vor gefährlichen Straftätern im Kindes- und Jugendalter zu schützen – die Täter 2003 waren es 13,14 und 15 –, davon versuchten sich am Dienstag die Mitglieder des Kinder- und Jugendhilfeausschusses des Stadtrates ein Bild zu machen.

Fakt ist: Der 5,1 Millionen Euro teure Bau, in dem bald 14 schwer erziehbare Kinder und Jugendliche wohnen sollen, bietet alle Möglichkeiten, um den jungen Leuten Chance auf eine gute Zukunft zu eröffnen – und viel Sicherheit für die Anwohner: Ein rund drei Meter hoher Sicherheitszaun riegelt das Gelände von den angrenzenden Grundstücken ab. Dazu kommt ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem mit Einlassschleuse und elektronischem Schließsystem innerhalb des Gebäudes.

Hört sich nach Jugendknast an, sieht aber anders aus – und fühlt sich für die 14 Bewohner auch hoffentlich anders an. Denn spätestens nach drei Monaten sollen sie wieder draußen sein – und ein normales Leben führen.

tz

Rubriklistenbild: © Schlaf

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