Gigantisches Zeichen für den Frieden

650-Kilometer-Lichterkette von München bis Berlin geplant

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600.000 Teilnehmer wären für die Lichterkette nötig. Das Foto zeigt eine Lichterkette im Februar 2015 in München.

München - 600.000 Teilnehmer sind für die spektakuläre Aktion nötig: Eine Lichterkette von München bis Berlin soll ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Toleranz und gegen Terror und rechten Hass setzen.

Der Terror in Paris, Pegida und AfD, der Krieg in Syrien und die Flüchtlinge: Diese Themen beherrschen derzeit die Schlagzeilen und verunsichern die Menschen. Am 19. Dezember wollen Zehntausende mit einer Lichterkette vom Münchner Marienplatz bis zum Brandenburger Tor in Berlin für Frieden, Freiheit und Toleranz und gegen Terror und rechten Hass ein Zeichen setzen.

Die Idee dazu hatte die Schriftstellerin Margherite Saiko aus Au in der Hallertau. Horst Fallenbeck (43) aus Bad Waldsee westlich von Memmingen hat sie Facebook umgesetzt. Er betreibt eine Tierpension und ist mit einer Schriftstellerin befreundet. „Die schwärmte von einer Lichterkette im Advent quer durchs Land, die ein Zeichen setzt gegen all diese beunruhigenden Entwicklungen rund um uns“, so Fallenbeck zur tz. Er setzte die Idee auf Facebook als „Lichterkette von München-Marienplatz nach Berlin-Brandenburger Tor“ um. Ein ehrgeiziges Ziel: Die Strecke ist 650 Kilometer lang, dazu bräuchte man 600 000 Teilnehmer, rechneten Fallenbeck und seine Freunde nach.

„Zunächst waren wir skeptisch, ob das klappt.“ Doch innerhalb weniger Tage signalisierten bei Facebook 1797 Teilnehmer ihr Interesse, weitere 732 sagten zu (Stand Mittwoch, 20.30 Uhr). „Wir haben Orga-Teams in München, Ingolstadt, Leipzig und Berlin, auch um Fahrgemeinschaften zu bilden.“

J. Welte

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