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Nach wiederholten Klima-Protesten in München: Aktivisten nach Knallhart-Richterspruch lange hinter Gittern

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ hielten in München wiederholt Protestaktionen ab.
Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ hielten in München wiederholt Protestaktionen ab. © IMAGO/Zauberberg

In München fanden wiederholt Protest-Aktionen von Klimaaktivisten statt. Auch am Abend klebten sich Menschen auf die Fahrbahn.

Update vom 7. Dezember, 12.47 Uhr: Zwei Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ müssen sich auf einen Gefängnisaufenthalt bis Anfang Januar einstellen. Ein Richter habe Präventivgewahrsam bis zum 5. Januar angeordnet, weil eine „beharrliche Wiederholung“ bei den Straßenblockaden festgestellt worden sei, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Beantragt hatte die Polizei nach eigenen Angaben eigentlich nur eine Dauer von fünf Tagen. Es werde während dieser Zeit aber ständig überprüft, ob die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Gewahrsams vorliegen. Für zwei weitere Aktivisten ordnete der Richter demnach einen Gewahrsam bis zum Sonntag (11. Dezember) an.

Nach wiederholten Klima-Protesten in München: Aktivsten in Präventivgewahrsam

Update vom 7. Dezember, 11.52 Uhr: Vier Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ befinden sich nach Angaben der Polizei nach Protestaktionen in Präventivgewahrsam. Wie lange die Betroffenen nicht auf freien Fuß kommen sollen, konnte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen zunächst nicht sagen. Die vier Aktivisten hätten sich am Dienstag nach Protestaktionen der Gruppe am Morgen auch am Abend in München noch einmal auf der Straße festgeklebt - dieses Mal erneut am Karlsplatz (Stachus). Details dazu nannte der Polizeisprecher zunächst nicht. Wegen der Protestaktionen am Dienstag war es unter anderem auf der Autobahn 9 und der Autobahn 96 zu Staus gekommen. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehr als 50 Beamten im Einsatz.

Update vom 6. Dezember, 21.21 Uhr: An der Kreuzung Prielmayerstraße/Karlsplatz haben sich elf Aktivisten versammelt. Wie die Polizei vermeldet, haben sich acht davon auf der Straße festgeklebt und eine Aktivistin an eine Kollegin. Die Klima-Demonstranten haben beide Fahrbahnen blockiert und nach einer kurzen Sperre wurde der Protest aufgelöst. Die Aktivisten werden zur weiteren Ermittlung aufs Polizeipräsidium gebracht. Mehr Details werden am 7. Dezember erwartet.

Update vom 6. Dezember, 12.27 Uhr: Die Protest-Aktionen der Gruppe „Letzte Generation“ haben am heutigen Dienstag wiederholt Teile des Verkehrs in München gestört. Bereits am Montag hatten die Aktivisten auf Autobahnen und am Stachus Aktionen durchgeführt. Im Rahmen einer Pressekonferenz, die sich besonders mit dem Wegfall der Corona-Maskenpflicht im bayerischen ÖPNV beschäftigte, äußerte sich jetzt Florian Herrmann, der Leiter der Staatskanzlei, zu den Protesten.

Klima-Proteste in München: Herrmann äußert sich auf PK

„Das sind strafbare Handlungen, die mit Ankündigung durchgeführt werden“, so Herrmann. Dass die Aktionen im Vorfeld als Demonstrationen eingestuft wurden, sei unverständlich. Dadurch behindere das KVR die Polizei bei ihrer Arbeit. „Das ist ein völlig falsches Signal“, beklagt sich der Minister.

Update vom 6. Dezember, 12.20 Uhr: Die Blockierungen der Gruppe „Letzte Generation“ sind mittlerweile aufgelöst. Am späteren Vormittag habe es keine Beeinträchtigungen mehr auf der A9 gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Auch die Blockade an der Abfahrt der A96 hätten die Beamten aufgelöst. Allerdings hätten sich Aktivisten der Gruppe auch an einer nahe gelegenen Straße festgeklebt. Sie müßten nun von der Fahrbahn geholt werden.

Verkehrsblockaden in München: Aktivisten mit Aktionen auf A96 und A9

Update vom 6. Dezember, 11.27 Uhr: Noch immer laufen die Aktionen der Gruppe „Letzte Generation“. Die Polizei ist mit Großaufgeboten an den betroffenen Örtlichkeiten. Diese sind konkret:

Protest-Aktionen in München: Polizei löst Blockaden auf

Update vom 6. Dezember, 12.18 Uhr: Die Blockaden der Gruppe „Letzte Generation“ sind mittlerweile aufgelöst. Am späteren Vormittag habe es keine Beeinträchtigungen mehr auf der A9 gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Auch die Blockade an der Abfahrt der A96 hätten die Beamten aufgelöst. Allerdings hätten sich Aktivisten der Gruppe auch an einer nahe gelegenen Straße festgeklebt. Sie müßten nun von der Fahrbahn geholt werden.

Update vom 6. Dezember, 9.47 Uhr: Die Gruppe „Letzte Generation“ hat via Twitter ein Video geteilt, auf dem der Beginn einer der heutigen Protestaktionen zu sehen ist. Eine Person bewegt sich dabei auf eine Leiter, die zu einer Schilderbrücke auf der A96 führt. Dazu heißt es: „Heute finden wieder mehrfache unangemeldete Blockaden auf den Straßen und Autobahnen in und um München statt.“ Derweil informiert die Polizei München, dass die Protestierenden aktuell von den Örtlichkeiten entfernt werden. Es kommt zu Verkehrsbehinderungen.

Erstmeldung vom 6. Dezember

München - Erst am Montag, den 5. Dezember, kam es in München am Stachus und an der Autobahn zu Protest-Aktionen der Klima-Gruppe „Letzte Generation“. Die Aktivisten hatten sich am Stachus angekündigt, die Aktionen auf den Autobahnen bei München hingegen nicht. Auch am Dienstagvormittag kommt es aktuell zu Protesten in und um München. Wie die Polizei mitteilt, haben sich Menschen an Autobahnschilder auf der A9 und A96 befestigt. Bereits gestern wählten die Aktivisten diese Form der Protestaktion.

München: Mehrere Klima-Protest-Aktionen laufen - Autobahnen und Mittlerer Ring betroffen

Außerdem findet aktuell eine Aktion am Autobahnende der A96 statt, direkt am Mittleren Ring. Es ist von starken Verkehrsbeeinträchtigungen auszugehen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Erst am Montag hatte ein Video für Aufsehen gesorgt, das einen Polizisten dabei zeigt, wie er eine Aktivistin von der Autobahn zerrt.

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