Polizeipräsidium zieht Zwischenbilanz

Blitzmarathon: So brav waren die Fahrer in München

München - Vorherige Blitzmarathons haben im Bereich des Polizeipräsidiums München Wirkung gezeigt. Denn die meisten Autofahrer hielten sich an die Höchstgeschwindigkeiten. Eine Zwischenbilanz.

Erst am 24. April wird das Polizeipräsidium München eine Gesamtbilanz des Blitzmarathons ziehen. Doch an diesem Freitag zog es eine Zwischenbilanz. Die Autofahrer seien deutlich langsamer unterwegs gewesen als sonst. Nur knapp 1,5 Prozent der Wagen, die an den Geschwindigkeitsmessstellen vorbeifuhren, mussten dem Bericht zufolge beanstandet werden - "in jedem Fall deutlich weniger Verkehrsteilnehmer als sonst", so die Polizei.

Die Polizei vermutet, dass die Veröffentlichung der Radarfallen der Grund dafür sei, dass die allermeisten Fahrer nicht zu schnell fuhren. "So beschrieben die meisten Verkehrsteilnehmer – übrigens nicht nur die kontrollierten, sondern auch Passanten - die Aktion als sinnvoll und notwendig", heißt es in der Mitteilung.

Motorradfahrer war 105 km/h schnell - erlaubt waren nur  50

Trotzdem habe die Münchner Polizei am Donnerstag zwischen 6 Uhr bis 24 Uhr 678 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Ein 35-jähriger Motorradfahrer etwa fuhr am Donnerstagvormittag in der Fürstenrieder Straße mit 105 km/h - erlaubt waren dort 50 km/h. Den Raser erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von 560 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot.

Über die Geschwindigkeitsverstöße hinaus fielen den eingesetzten Beamten auch andere Verkehrsverstöße auf. Die Polizei hat 150 Fahrer wegen "sonstiger Verkehrsverstöße" angehalten, zum Beispiel weil sie nicht angeschnallt waren oder mit ihrem Handy telefonierten. Außerdem kontrollierte die Polizei zwei Leute, die ohne Fahrerlaubnis hinterm Steuer saßen.

Polizei nahm Fahrer in Ismaning fest

An einer Kontrollstelle in Ismaning an der Aschheimer Straße in der Nähe eines Kindergartens hielten die Beamten nach einem Geschwindigkeitsverstoß einen VW-Transporter an. Sie nahmen den 24-jährigen Fahrer fest, gegen den wegen eines Verkehrsdeliktes ein Vollstreckungshaftbefehl bestand. Gegen eine Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 670 Euro kam er aber wieder auf freien Fuß.

Die Kontrollen der Polizei dauern noch bis zum 23. April an. Die Aktion pausiert an diesem Freitag, weil den Opfern der Germanwings-Katastrophe gedacht wird.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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