Abgeledert! Pauli will ihre Latex-Fotos verbieten lassen

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Gabriele Pauli in lockerer Motorradkluft

München - Ihre Latex-Fotos haben die Landtagsabgeordnete Gabriele Pauli berühmt gemacht. Jetzt will sie die Bilder am liebsten aus dem Verkehr ziehen. Doch das Gericht ledert sie ab!

Die Latex-Handschuhe lassen Gabriele Pauli nicht mehr los. Die einstige CSU-Rebellin und jetzige Landtagsabgeordnete (parteilos) hatte sich 2007 für das Magazins Park Avenue unter anderem im lasziven Latex ablichten lassen. Die Fotos machten die 54-Jährige berühmt. Heute würde sie die Bilder am liebsten aus dem Verkehr ziehen. Per Klage wollte sie dem Bayerischen Rundfunk untersagen, die Fotos zu zeigen: „Auch Politiker haben so etwas wie Würde.“ Doch die Richter folgten ihrem Antrag nicht.

In der Sendung „Kontrovers“ am 28. September 2011 ließ sich der BR lästerlich über die CSU-Politikerin Josefa Schmid aus, die sich für das Männer-Magazin Penthouse ablichten ließ. (Trotz des Wirbels hatte es die 37-jährige Bürgermeisterin von Kollnburg nicht geschafft, Landrätin in Regen zu werden.) Am Rande dieses Beitrags kam auch Gabriele Pauli vor. Eine Sekunde lang wurden auch die Latex-Fotos gezeigt.

„Das ist ein massiver Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte“, beschwerte sich Pauli am Montag vor dem Münchner Landgericht. Ihr Anwalt Klaus Rehbock legte nach: „Das muss sie sich nicht gefallen lassen.“ Gabriele Pauli hatte auch schon gegen die Park-Avenue-Fotos geklagt („Ich bin reingelegt worden“), allerdings ohne Erfolg.

BR-Anwalt Gerd Hegemann weigerte sich, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Er war lediglich bereit, die Sendung aus dem Internet zu nehmen. Vom Gericht erhielt er damit die volle Unterstützung. Die Klägerin sei nun einmal eine Person der Zeitgeschichte, betonte Vorsitzender Richter Peter Lemmers: „Wenn Sie wieder bekannter werden, dann muss jedes Presseorgan die Möglichkeit haben, die Fotos zu veröffentlichen.“

Außerdem finde er nichts Anstößiges an dem Latex-Verkleidung von Frau Pauli, so Richter Lemmers weiter. „Es gibt auch bayerische Politiker, die sich als Gebirgsschützen verkleiden.“

Eberhard Unfried

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