Vorsicht

Fiese Masche: Gauner rufen mit Polizeinummern an

München - Es ist eine neue Masche: Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus und verlangen Geld. Besonders fies daran ist, dass auf dem Display tatsächlich die Nummer der Münchner Bundespolizei-Dienststelle erscheint.

In die neue Trickbetrugsmasche "Call ID Spoofing" wurde nun erstmals auch die Münchner Bundespolizei verwickelt - vor einigen Wochen hat es ja bereits einen Fall bei der Murnauer Polizei gegeben. Über sogenanntes Call ID Spoofing wird dem Angerufenen vorgegaukelt, er bekäme einen Anruf, der von einer Bundespolizeirufnummer aus getätigt wird. Dabei gibt sich ein Anrufer missbräuchlich als Polizeibeamter aus und verlangt von seinem Gesprächspartner, einen Geldbetrag ins Ausland zu überweisen. Das Tückische: Im Display des Angerufenen erscheint dabei die tatsächliche Rufnummer einer Münchner Bundespolizei-Dienststelle.

Bei dem Fall, auf den sich die Polizei beruft, hat eine 80-Jährige aus Niedersachsen gut aufgepasst. Sie berichtete ihrem Sohn von den betrügerischen Anrufen. 5.000 Euro sollte sie an eine Bank in die Türkei überweisen, dafür wurde ihr auch eine Belohnung in Aussicht gestellt. Der Sohn war zu Recht misstrauisch und hat sich an die Polizei gewendet.

Die Tipps der Bundespolizei:

1. Bei verdächtigen Begebenheiten sollten die Angerufenen sich Name, Behörde und Telefonnummer notieren, ein Gedächtnisprotokoll erstellen und sich sofort mit dieser Dienststelle, am besten über deren Vermittlungsstelle oder der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung setzen.

2. Betrüger versuchen immer wieder die Leichtgläubigkeit, speziell älterer Menschen, auszunutzen. In keinem Fall wird die Polizei für die Unterstützung bei Ermittlungen Bargeld verlangen oder am Telefon um eine Überweisung eines Geldbetrages bitten. Allerspätestens wenn die Überweisung ins Ausland gehen soll, sollte man hellhörig werden.

3. Call ID Spoofing bedeutet übertragen, dass im Display des Angerufenen nicht die richtige Telefonnummer des Anrufers erscheint, sondern eine frei gewählte andere Telefonnummer - zum Beispiel einer Bundespolizeidienststelle. So wird die wahre Identität des Anrufers verschleiert und eine falsche Identität vorgetäuscht. Möglich macht dies neben spezieller Software die Internet-Telefonie oder Voice over IP (kurz VoIP). Dabei wird über Computernetzwerke telefoniert.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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