Achtung vor dieser fiesen Bargeld-Falle!

München - Nicht neu, aber immer wieder erfolgreich ist ein Trick, mit dem Betrüger ahnungslose Bankomatenkunden hereinlegen: "Cash Trapping". Wie die Masche funktioniert.

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"Cash Trapping" (frei übersetzt: Bargeld-Falle) heißt die Form der Präparation, die Schwabinger Polizisten am Samstag um 16.30 Uhr in der Clemensstraße aufdeckten. Den Beamten fielen zwei Männer auf, die verdächtig an einer Commerzbank herumlungerten. Volltreffer: Die beiden Rumänen (22 und 26 Jahre) hatten den Geldausgabeschlitz des Bankomaten mit einer Alu-Schiene abgedeckt. Das hat zur Folge, dass der letzte Kunde den Bankomaten ganz normal bediente. Er bekam aber kein Geld und verließ in der Annahme, das Gerät sei defekt, die Bank. Schon waren die Täter zur Stelle. Hinter der Schiene nämlich war das Geld – in diesem Fall lediglich 30 Euro – an der mit doppelseitigem Klebeband beklebten Rückseite hängen geblieben. Im Auto der Täter – einem in Italien als gestohlen gemeldeten Opel – fanden die Beamten weitere Alu-Schienen und Zubehör. Die beiden sitzen bereits in U-Haft.

Erst im Winter letzten Jahres fasste die Münchner Polizei eine ungarische Cash-Trapping-Bande, die in insgesamt acht Fällen Commerzbank-Kunden prellte. Die Polizei rät: Wenn kein Geld aus dem Automaten kommt – unbedingt in der Bank bleiben und sofort über Notruf 110 die Polizei rufen.

dop.

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