Unfall ist vier Jahre her

Todesfahrerin aus München muss ins Gefängnis

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Das VW Cabrio der Adelshofenerin wurde bei dem Unfall auf der B 2 völlig zerstört. Die 44-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Sie hinterließ zwei Söhne. 

Eine Münchnerin (31) hat vor vier Jahren einen tödlichen Unfall auf der B2 bei Puchheim verursacht. Vor Gericht offenbarte sich auch ihre eigene Tragödie. 

Landkreis – Die 44-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Frau, die den Unfall verursacht hatte, war betrunken gewesen und auf die Gegenfahrbahn geraten. Noch knapp 1,9 Promille hatte sie rund zwei Stunden nach dem Crash im Blut gehabt.

Die Münchnerin war 2014 am Brucker Amtsgericht wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Tötung zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Gegen das Urteil hatte sie aber Berufung eingelegt. Nun wurde der Fall am Landgericht München II neu aufgerollt.

Ziel sei eine Bewährungsstrafe, erklärte der Verteidiger der heute 31-Jährigen. Denn die Lebensumstände seiner Mandantin hätten sich grundlegend geändert. Im Sommer 2012 habe sie wegen beruflicher und privater Probleme immer häufiger etwas getrunken, ab Herbst sogar heimlich. Ende 2012 griff die Münchnerin bereits vor der Arbeit zur Flasche.

Am Vorabend des Unfalltages hatte sie zwei Flaschen Wein geleert, am Morgen hatte sie erneut getrunken. Fahruntüchtig aber habe sie sich nicht gefühlt, betonte die 31-Jährige vor dem Landgericht. „Sonst wäre ich niemals ins Auto gestiegen.“

Ihr damaliger Lebensgefährte hatte ihr angekündigt, dass er sich von ihr trennen möchte. Deshalb wollte sie zu einem Freund nach Bad Tölz fahren. Unterwegs entschied sie sich aber, einen Freund in Bruck zu besuchen. Auf der B 2 war sie dann von der Fahrbahn abgekommen und in den Gegenverkehr geraten.

Nach dem Unfall versuchte die Münchnerin, trocken zu werden

Nach dem Unfall versuchte die Münchnerin, trocken zu werden. Doch erst eine Langzeittherapie brachte Erfolg. Seitdem lebt sie ohne Alkohol. Zudem hat sie seit zweieinhalb Jahren wieder eine Beziehung und eine feste Arbeitsstelle. Sie leide noch immer unter dem, was sie damals angerichtet habe.

Dies alles spreche für seine Mandatin, so der Verteidiger. Er beantragte eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten, die aber zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Denn die 31-Jährige sei vor vier Jahren alkoholkrank gewesen, was nicht zu vergleichen sei mit jemandem, der sich einmal volllaufen lasse und sich dann hinter das Steuer setzte. Zudem betonte er die lange Verfahrensdauer.

Doch für den Staatsanwalt und den Richter stand fest, dass die Gesellschaft eine Bewährungsstrafe nicht verstehen würde. Der Staatsanwalt beantragte, die Berufung zu verwerfen und erneut eine zweijährige Gefängnisstrafe festzusetzen. Das Gericht beließ es aber bei einer 18-monatigen Freiheitsstrafe, allerdings ohne Bewährung.  

sus

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